Kaufen & Vermieten

Mehrfamilienhaus kaufen und vermieten: Lohnt sich das 2026?

Ein ETWEigentumswohnung – häufigste Form der Kapitalanlage-Immobilie für Privatanleger.Weiterlesen →, mehr Verwaltungsaufwand.">MehrfamilienhausGebäude mit mehreren Wohneinheiten – bessere Renditen als ETW, mehr Verwaltungsaufwand.Weiterlesen → (MFH) bietet mehr Einheiten, mehr Mieteinnahmen und oft bessere Renditen als einzelne Eigentumswohnungen. Aber es kommt mit eigenem Risikoprofil und Verwaltungsaufwand. Lohnt es sich 2026?

Vorteile des Mehrfamilienhauses

  • Skalierung: 4–10 Wohnungen in einem Objekt, ein Dach, eine Heizung
  • Bessere Kaufpreise: Pro Wohneinheit oft günstiger als Eigentumswohnungen
  • Höhere Renditen: In B- und C-Lagen oft 5–8 % Nettomietrendite möglich
  • Kein WEGWohnungseigentümergemeinschaft – Gemeinschaft aller Eigentümer in einem Mehrfamilienhaus.Weiterlesen →-Ärger: Du bist alleiniger Eigentümer – keine Gemeinschaft
  • Steuerliche Synergien: Alle Kosten auf einem Objekt bündelbar

Nachteile des Mehrfamilienhauses

  • Hoher Kapitalbedarf: 500.000–2.000.000 € in mittleren Städten
  • Klumpenrisiko: Wenn die Lage schwächelt, sind alle Wohnungen betroffen
  • Mehr Verwaltungsaufwand: Mehrere Mieter, mehrere Verträge, mehr Probleme
  • Instandhaltung komplex: Dach, Heizung, Fassade – alles dein Bier

Was kostet ein Mehrfamilienhaus?

Stark lageabhängig:

  • Kleinstadt / ländlich: 100.000–400.000 €
  • Mittelstädte: 500.000–1.200.000 €
  • Großstädte: 1.000.000–5.000.000 €

Faustregel für Rendite: Das „Kaufpreis-Faktor" (Kaufpreis / Jahreskaltmiete) sollte unter 20 liegen. Unter 15 ist attraktiv. In München liegt er oft über 30 – da ist die Rendite entsprechend niedrig.

Finanzierung und Eigenkapital

Banken finanzieren Mehrfamilienhäuser oft bis 70–80 % des Kaufpreises. Eigenkapitalanforderung: 20 % + Nebenkosten (ca. 10 %). Bei einem 800.000-€-Objekt: ca. 240.000 € EigenkapitalEigene Mittel beim Immobilienkauf – mindestens 20% empfohlen, besser 30%.Weiterlesen →.

Hausverwaltung als Muss

Ab ca. 6–8 Einheiten solltest du eine professionelle HausverwaltungExterne Verwaltung von Mietobjekten – kostet 5-8% der Bruttomiete, ab 3+ Einheiten sinnvoll.Weiterlesen → einsetzen. Kosten: 25–40 € pro Einheit und Monat, absetzbar als Werbungskosten. Mehr: Hausverwaltung – selbst oder extern?

Fazit

Mehrfamilienhäuser sind für erfahrene Investoren mit ausreichend Kapital ein attraktives Investment – besonders in B- und C-Lagen mit solider Nachfrage. Anfänger sollten mit einer oder zwei Eigentumswohnungen beginnen. Mehr: Rendite berechnen | 10 Kauffehler vermeiden

Finanzierbarkeit 2026: Warum die Zinsphase das Deal-Breaker ist

Die Finanzierungssituation für Mehrfamilienhäuser hat sich 2025/2026 grundlegend gewandelt. Während 2021 noch 1,5 % Sollzinsen für 10 Jahre Bindung üblich waren, liegen diese heute bei 4,0–4,5 %. Das bedeutet konkret: Bei einem Kaufpreis von 1,2 Millionen Euro mit 80 % Fremdkapital (960.000 Euro) zahlen Sie monatlich etwa 600 Euro mehr Zins als noch fünf Jahre zuvor.

Entscheidend ist die Rendite-Zins-Spanne. Reicht Ihre Nettomietrendite von 5,5 % aus, um die Kreditkosten von 4,2 % zu decken und gleichzeitig Rücklagen für Instandhaltung zu bilden? Bei schlechteren Lagen oder älteren Objekten mit hohem Sanierungsstau schrumpft diese Spanne gefährlich. Viele Käufer unterschätzen hier, dass eine 2 % positive Spanne nicht ausreicht – Sie brauchen mindestens 3–4 % Puffer für LeerstandPeriode ohne Mieter – kostet Einnahmen, birgt Risiken, sollte schnell behoben werden.Weiterlesen →, Instandhaltungsrücklagen und Verwaltung.

Praktischer Tipp: Kalkulieren Sie immer mit dem Worst-Case-Szenario. Wenn die Rendite unter 5 % liegt oder die Bank eine niedrigere Mietgarantie akzeptiert, wird das Projekt 2026 wahrscheinlich zum Verlust führen.

Steuerliche Fallen beim MFH: Häufige Fehler von Anfänger-Vermietern

Viele Vermieter unterschätzen die steuerliche Komplexität von Mehrfamilienhäusern. Der häufigste Fehler: Instandhaltung und Instandsetzung nicht korrekt abzugrenzen. Laut Finanzbehörden darf eine Reparatur (sofort abzugsfähig) nicht als ModernisierungBauliche Verbesserungen – 8% der Kosten p.a. auf Mieter umlegbar, mit 3-Monats-Ankündigung.Weiterlesen → (zu aktivieren, 19 Jahre AbschreibungSteuerliche AfA auf Gebäudewert – 2% p.a. bei normalen Wohngebäuden über 50 Jahre.Weiterlesen →) deklariert werden. Das wird bei der Betriebsprüfung konsequent überprüft.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Außenanlage (BalkonZählt bei Wohnflächenberechnung zu 25-50% – für Mieter attraktiv, Mietaufschlag möglich.Weiterlesen →, Dach, Treppenhaus). Viele Vermieter wissen nicht: Modernisierungen an Gemeinschaftsflächen können Sie als § 8 Abs. 3 EStG Betriebsausgaben nur teilweise absetzen. Der richtige Weg ist, diese über mehrere Jahre zu verteilen oder der Gebäudewertermittlung zuzuordnen.

  • Mieterausfallversicherung: Ist in volatilen Zeiten eine Betriebsausgabe – aber informieren Sie ProvisionMaklerprovision bei Vermietung – seit 2015 zahlt derjenige der den Makler beauftragt.Weiterlesen → max. 2 Kaltmieten bei Neuvermietung.">MaklerImmobilienmakler vermittelt Mieter oder Käufer – Provision max. 2 Kaltmieten bei Neuvermietung.Weiterlesen → und Bank vorher, diese zählen es oft nicht zur Kalkulation
  • Gemeinsame Lasten richtig splitting: Nicht alle Kosten lassen sich auf Mieter umlegen – Gewerbesteuer, Haftpflicht und Gewährleistungen sind Ihre Lasten
  • Vermietungskosten dokumentieren: Makler, Anzeigen, Rechtsberatung – ohne Belege kein Abzug möglich

Marktrisiken und Leerstandsquoten: Wo Mehrfamilienhäuser 2026 kritisch sind

Die Leerstandsquoten in Deutschland sind regional extrem unterschiedlich. Während Leipzig und Dresden Quoten von 7–9 % haben, liegt Berlin bei 5–6 % und München unter 2 %. Das ist kein akademischer Unterschied: Eine Leerstandsquote von 8 % bedeutet, dass Sie mit realistische 3–4 Monaten Leerstand pro Jahr rechnen müssen.

Für Mehrfamilienhäuser ist das dramatisch. Wenn eine Wohnung in Ihrem 6-Parteien-Haus leersteht, sinkt Ihre Gesamtrendite um etwa 1,5–2 %. Hinzu kommt: In Schrumpfungs

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