Ratgeber

Leerstand vermeiden: 10 Strategien für Vermieter um schnell neue Mieter zu finden

Leerstand ist der teuerste Zustand für Vermieter. Eine Wohnung, die leer steht, kostet monatlich Geld: GrundsteuerKommunale Steuer auf Grundbesitz – umlagefähig auf Mieter als Betriebskosten.Weiterlesen →, BetrKVBetriebskostenverordnung – gesetzliche Liste der umlagefähigen Nebenkosten.Weiterlesen →.">BetriebskostenLaufende Kosten des Gebäudes die auf Mieter umgelegt werden dürfen – geregelt in der BetrKV.Weiterlesen →, InstandhaltungsrücklageRücklage für zukünftige Reparaturen – empfohlen: 1-2 €/m²/Monat zurücklegen.Weiterlesen → laufen weiter — ohne Mieteinnahmen. Hier sind zehn konkrete Strategien, um LeerstandPeriode ohne Mieter – kostet Einnahmen, birgt Risiken, sollte schnell behoben werden.Weiterlesen → zu minimieren.

Was kostet Leerstand wirklich?

Bei einer Wohnung mit 800 € KaltmieteGrundmiete ohne Betriebskosten – wird für Mietpreisbremse und Mieterhöhung zugrunde gelegt.Weiterlesen → kostet ein Monat Leerstand:

  • Entgangene Mieteinnahmen: 800 €
  • Weiter laufende Kosten (Grundsteuer, Versicherung, Nebenkosten): 150–250 €
  • Kosten für Inserate, Besichtigungen: 100–300 €
  • Gesamtschaden pro Monat: ca. 1.050–1.350 €

Strategie 1: Früh anfangen zu suchen

Warte nicht bis zum Auszug des Mieters. Schalte das Inserat 2–3 Monate vor dem geplanten Auszugstermin. Dann kannst du Besichtigungen planen, Interessenten prüfen und einen Mieter nahtlos übergeben.

Strategie 2: Professionelle Fotos

80% der Mietentscheidungen beginnen online — und online entscheiden Fotos. Professionelle Fotos kosten 150–300 €, erhöhen aber die Zahl qualifizierter Anfragen enorm. Helle, weitwinklige Bilder von aufgeräumten Räumen machen den Unterschied.

Strategie 3: Richtig preis setzen

Eine zu hoch angesetzte Miete kostet mehr als eine leichte Mietsenkung. Analysiere den lokalen Mietmarkt realistisch. Ein Monat Leerstand kostet dich mehr als eine dauerhaft 50 € günstigere Miete (die erst nach 16 Monaten den gleichen "Schaden" anrichtet).

Strategie 4: Mehrere Portale nutzen

Schalte auf mindestens 3–4 Portalen:

  • ImmobilienScout24 (größte Reichweite)
  • Immowelt
  • eBay Kleinanzeigen (für günstigere Wohnungen)
  • Facebook Marketplace (regionale Gruppen)

Strategie 5: Zielgruppe kennen und ansprechen

Eine 1-Zimmer-Wohnung nahe Universität → ansprechen mit Fokus auf Studenten (möbliert?) und Berufseinsteiger. Eine Familienwohnung → Familie, Kinder erwünscht, Park in der Nähe erwähnen. Schneide das Exposé auf die Zielgruppe zu.

Strategie 6: Rechtzeitig renovieren

Mach direkt nach Auszug des alten Mieters Fotos für das Inserat — aber renoviere zuerst, bevor Interessenten kommen. Eine frisch gestrichene, saubere Wohnung vermietet sich 2–4x schneller.

Strategie 7: Flexible Besichtigungszeiten

Biete Besichtigungen abends und am Wochenende an. Viele potenzielle Mieter arbeiten und können nicht tagsüber. Wer nur montags bis freitags 9–17 Uhr Besichtigungen anbietet, verliert einen Teil der Bewerber.

Strategie 8: Möblierung überlegen

Möblierte Wohnungen lassen sich oft schneller und zu höherem Mietpreis vermieten — besonders in Städten mit vielen Expats, Pendlern oder Kurzzeit-Beschäftigten. Die Investition in Grundmöbel kann sich schnell rechnen.

Strategie 9: Netzwerk nutzen

Erzähle deinem Umfeld, dass die Wohnung frei wird. Mundpropaganda-Mieter haben oft niedrigere Konfliktrate als anonyme Portalmieter. Bestehende Mieter kennen vielleicht jemanden — frage sie rechtzeitig.

Strategie 10: ProvisionMaklerprovision bei Vermietung – seit 2015 zahlt derjenige der den Makler beauftragt.Weiterlesen → max. 2 Kaltmieten bei Neuvermietung.">MaklerImmobilienmakler vermittelt Mieter oder Käufer – Provision max. 2 Kaltmieten bei Neuvermietung.Weiterlesen → gezielt einsetzen

Ein Makler kostet Provision, löst aber das Problem: Er übernimmt Besichtigungen, Prüfung von Interessenten und Vertragsabwicklung. Wenn du keine Zeit hast oder die Wohnung in einer anderen Stadt steht, ist ein Makler günstiger als 3 Monate Leerstand.

Checkliste bei drohendem Leerstand

  • Exposé überarbeitet (neue Fotos, andere Formulierung)?
  • Preis angepasst (Marktcheck)?
  • Auf allen relevanten Portalen inseriert?
  • Besichtigungszeiten ausgeweitet?
  • Netzwerk informiert?
  • Möblierung als Option erwogen?
  • Makler in Betracht gezogen?

Leerstand ist selten nur Pech — er hat oft konkrete Ursachen: zu hoher Preis, schlechte Fotos, eingeschränkte Besichtigungszeiten. Identifiziere die Ursache und handle schnell.

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