Steuern für Vermieter

Kaufnebenkosten 2026: Grunderwerbsteuer, Notar & Makler – alle Kosten im Überblick

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Dieser Artikel stellt keine steuerliche Beratung dar. Für deine individuelle Steuersituation wende dich an einen Steuerberater oder das zuständige Finanzamt.

Wer eine Immobilie kauft, zahlt deutlich mehr als den Kaufpreis. Die Kaufnebenkosten können 10–15% des Kaufpreises betragen — bei einem 300.000-€-Objekt sind das 30.000–45.000 €. Diese Kosten muss man vor dem Kauf kennen und einplanen.

Die vier Kostenpositionen im Überblick

1. Grunderwerbsteuer

Die GrunderwerbsteuerSteuer beim Immobilienkauf: 3,5-6,5% je nach Bundesland – wichtiger Kostenfaktor.Weiterlesen → ist die größte Nebenkosten-Position. Der Steuersatz variiert je nach Bundesland stark:

BundeslandSteuersatz
Bayern, Sachsen3,5%
Hamburg4,5%
Baden-Württemberg, Bremen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt5,0%
Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern6,0%
Brandenburg, NRW, Saarland, Schleswig-Holstein, Thüringen6,5%

Bei 300.000 € Kaufpreis: 10.500 € in Bayern – 19.500 € in Brandenburg.

2. Notarkosten

Jeder Immobilienkauf muss notariell beurkundet werden. Die Notargebühren sind bundesweit einheitlich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) geregelt:

  • Beurkundung des Kaufvertrags: ca. 0,8–1,0% des Kaufpreises
  • Auflassung (Eigentumsübertragung): ca. 0,5%
  • Gesamt: ca. 1,2–1,5% des Kaufpreises

Bei 300.000 €: ca. 3.600–4.500 €.

3. Grundbuchgebühren

Das Grundbuchamt erhebt Gebühren für die Eintragung des neuen Eigentümers und ggf. der Grundschuld:

  • Eigentumsumschreibung: ca. 0,3–0,5%
  • Grundschuldeintragung (bei Kredit): ca. 0,3%
  • Gesamt: ca. 0,5–0,8%

4. Maklerprovision

Seit 2020 gilt: Bei Vermittlung von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen muss der Auftraggeber (meist der Verkäufer) mindestens die Hälfte der ProvisionMaklerprovision bei Vermietung – seit 2015 zahlt derjenige der den Makler beauftragt.Weiterlesen → zahlen. Die maximale Provision vom Käufer beträgt maximal die Hälfte der Gesamtprovision.

  • Gesamtprovision: 5,95–7,14% inkl. MwSt. üblich
  • Käuferanteil: 2,98–3,57% inkl. MwSt. (wenn hälftig geteilt)

Nicht jeder Kauf läuft über einen MaklerImmobilienmakler vermittelt Mieter oder Käufer – Provision max. 2 Kaltmieten bei Neuvermietung.Weiterlesen → — dann fallen diese Kosten weg.

Gesamtübersicht: NotarPflicht beim Immobilienkauf – beurkundet den Kaufvertrag, kostet ca. 1,5% des Kaufpreises.Weiterlesen →, Grunderwerbsteuer, Makler – zusammen 8-12% des Kaufpreises zusätzlich.">KaufnebenkostenNotar, Grunderwerbsteuer, Makler – zusammen 8-12% des Kaufpreises zusätzlich.Weiterlesen → bei 300.000 €

PositionBayernNRW
Grunderwerbsteuer10.500 €19.500 €
Notar4.000 €4.000 €
Grundbuch2.000 €2.000 €
Makler (3,57%)10.710 €10.710 €
Gesamt27.210 €36.210 €
In % des Kaufpreises9,1%12,1%

Was ist steuerlich absetzbar?

Als Vermieter kannst du Kaufnebenkosten bei vermieteten Immobilien steuerlich berücksichtigen — aber nur über die AbschreibungSteuerliche AfA auf Gebäudewert – 2% p.a. bei normalen Wohngebäuden über 50 Jahre.Weiterlesen →, nicht sofort:

  • Grunderwerbsteuer, Notar, GrundbuchAmtliches Register aller Grundstücke und deren Eigentümer – vor dem Kauf unbedingt einsehen.Weiterlesen →: Erhöhen die Anschaffungskosten → fließen in die AfAAbsetzung für Abnutzung: 2% des Gebäudewerts jährlich steuerlich absetzbar – großer Steuervorteil.Weiterlesen →-Basis ein
  • Maklergebühren: Ebenfalls Teil der Anschaffungskosten → AfA

Du kannst diese Kosten also nicht direkt im Kaufjahr abziehen, sondern nur über die jährliche Abschreibung — verteilt über 33 oder 50 Jahre.

Checkliste vor dem Kauf

  • Kaufnebenkosten nach Bundesland berechnet
  • Eigenkapital deckt Kaufnebenkosten + mindestens 20% Eigenanteil
  • Notartermin geplant (Notar wird üblicherweise vom Käufer gewählt)
  • Grundbucheinsicht gemacht (Lasten, Dienstbarkeiten)
  • Maklervertrag geprüft (Provision nur fällig bei Vertragsabschluss)

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