Kaufen & Vermieten

Wohnung kaufen in München: Tipps für Vermieter und Investoren 2026

München ist und bleibt Deutschlands Investitions-Platzhirsch. Die Preise sind hoch – aber die Nachfrage, Wertstabilität und Mietpreise auch. Wer hier kauft, kauft Qualität, nicht Rendite. Was das für Vermieter bedeutet, erklärt dieser Artikel.

Münchner Marktdaten 2026

  • Kaufpreise Bestandswohnungen: 7.000–12.000 €/m²
  • Neubau: 10.000–16.000 €/m², Premiumlagen bis 20.000 €/m²
  • Kaltmieten: 18–25 €/m², Innenstadt bis 30 €/m²
  • Leerstandsquote: unter 0,5 % – praktisch kein freier Markt
  • Bruttomietrendite: 2,2–3,5 %
  • 10-Jahres-Wertsteigerung: +120 %

Welche Strategie funktioniert in München?

Buy & Hold – Wertsteigerung als Primärziel

Die MietrenditeJahresmiete geteilt durch Kaufpreis – Ziel: mindestens 4% brutto für positive Rendite.Weiterlesen → allein rechtfertigt den Kaufpreis in München nicht. Das Kalkül ist: stabile Wertsteigerung von 4–6 % p.a. + moderate Mietrendite = Gesamtrendite 7–9 %.

Möblierte Kurzzeitvermietung an Expats

München hat ~100.000 Expats von Siemens, BMW, MAN, Allianz. Möblierte Wohnungen erzielen 25–40 €/m², Laufzeiten 3–24 Monate. Ideal für Innenstadt und Maxvorstadt.

Studentenvermietung nahe TUM/LMU

TU München + LMU = ~100.000 Studierende. WGWohngemeinschaft – einzelne Zimmer an mehrere Mieter vermieten, höhere Gesamtmiete möglich.Weiterlesen →-Zimmer in Maxvorstadt, Schwabing, Bogenhausen: 800–1.200 €/Monat kalt. Hohe Einzelrendite pro m².

Münchner Stadtteile im Vergleich

StadtteilKaufpreis/m²Kaltmiete/m²Bruttomietrendite
Maxvorstadt10.500 €23 €2,6 %
Schwabing9.800 €21 €2,6 %
Bogenhausen11.000 €24 €2,6 %
Pasing7.500 €18 €2,9 %
Riem7.000 €17 €2,9 %
Moosach6.800 €17 €3,0 %

Typische Fehler beim Kauf in München

  • Rendite ohne Wertsteigerung rechnen → Kauf erscheint unrentabel, obwohl Gesamtrendite stimmt
  • Kaufnebenkosten unterschätzen: Bayern-GrunderwerbsteuerSteuer beim Immobilienkauf: 3,5-6,5% je nach Bundesland – wichtiger Kostenfaktor.Weiterlesen → 3,5 % + NotarPflicht beim Immobilienkauf – beurkundet den Kaufvertrag, kostet ca. 1,5% des Kaufpreises.Weiterlesen → + ProvisionMaklerprovision bei Vermietung – seit 2015 zahlt derjenige der den Makler beauftragt.Weiterlesen → max. 2 Kaltmieten bei Neuvermietung.">MaklerImmobilienmakler vermittelt Mieter oder Käufer – Provision max. 2 Kaltmieten bei Neuvermietung.Weiterlesen → = ca. 9–10 %
  • Sanierungskosten ignorieren: Viele Altbauten haben hohen Modernisierungsbedarf
  • Hausgeld-Rücklagen unterschätzen: Bei alten WEGs oft niedrig, dann teure Sonderumlage

Finanzierungsstrategie München

  • Eigenkapital min. 20 % empfohlen – am besten 30–40 % wegen hoher Kaufpreise
  • Tilgungsrate: Anfangsrate mindestens 2 % (lieber 3 %), Zinsbindung 15–20 Jahre
  • KfW-Förderung prüfen: Energieeffizienz-Auflagen oft vorteilhaft bei München-Altbausanierung

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Finanzierungsrisiken beim Münchner Wohnungskauf: Worauf Vermieter achten müssen

Die Renditen in München sind niedrig – das ist bekannt. Kritischer ist aber ein oft übersehenes Problem: Bei Kaufpreisen von 8.000–10.000 €/m² und Kaltmieten von 20 €/m² entsteht eine mathematische Enge, die Finanzierungsfehler teuer macht. Viele Vermieter kalkulieren zu optimistisch bei den Nebenkosten.

In München liegen die Nebenkosten durchschnittlich bei 3–4 €/m² monatlich – deutlich über dem Bundesschnitt. Eine 80-m²-Wohnung kostet also 240–320 €/Monat zusätzlich. Das reduziert die verfügbare Bruttomiete erheblich. Hinzu kommen typische Vermieter-Kosten:

  • Leerstandsreserve: 5–8 % der Jahresmiete einplanen (Leerstandsquote unter 0,5 % bedeutet nicht, dass es nicht vorkommt)
  • Instandhaltungsrücklage: Mindestens 1–1,5 €/m² monatlich zurücklegen (AltbauGebäude vor 1950 – charmant, aber oft Renovierungsbedarf und niedrigere Energieeffizienz.Weiterlesen → eher 1,5–2 €)
  • Verwaltung: 80–150 € monatlich für professionelle Hausverwaltung
  • Versicherung: 0,5–0,8 € pro m² und Monat

Ein praktisches Beispiel: 80-m²-Wohnung, Kaufpreis 800.000 €, KaltmieteGrundmiete ohne Betriebskosten – wird für Mietpreisbremse und Mieterhöhung zugrunde gelegt.Weiterlesen → 1.600 €. Nach Nebenkosten (300 €), LeerstandPeriode ohne Mieter – kostet Einnahmen, birgt Risiken, sollte schnell behoben werden.Weiterlesen → (130 €), Instandhaltung (120 €), Verwaltung (100 €) und Versicherung (40 €) bleiben 810 € zur Tilgung und Zinsdeckung übrig. Bei einem Darlehen von 600.000 € (75 %) reicht das kaum – die Kreditquote wird zum Risiko.

Praktischer Tipp: Nutzen Sie die Szenario-Analyse. Kalkulieren Sie nicht mit optimalen Mietpreisen, sondern mit dem unteren Bereich der Spanne. Bei München-NeubauErstbezug nach Oktober 2014 – Mietpreisbremse gilt nicht, höhere Mieten möglich.Weiterlesen → realistische 1.900–2.100 €/80m² ansetzen, nicht 2.300 €. Die Differenz nach 20 Jahren ist erheblich.

Mietrecht und Staffelmietverträge in München: Rechtssicher kalkulieren

München hat keine offiziellen Mietpreisbindungen wie Berlin, aber die Realität ist ähnlich: Vermieter müssen rational bleiben. Bei Neuvermietung oder MieterhöhungErhöhung der Miete auf ortsübliches Niveau – max. 20% in 3 Jahren, schriftlich mit Begründung.Weiterlesen → nach § 558 BGB (Erhöhung alle 15 Monate max. 20 % oder auf Vergleichsmietenniveau) ist München seit 2024 wieder straffer bewertet. Oberlandesgericht München orientiert sich an Gutachterausschuss-Daten, nicht an Makler-Angeboten.

Ein häufiger Fehler: Staffelmietverträge nach § 557a BGB. Viele Vermieter denken, damit könnten sie automatisch 50 €/m² pro Jahr erhöhen. Tatsächlich werden Staffeln vor Gericht oft angefochten, wenn die Gesamtmietentwicklung das ortsübliche Niveau deutlich überschreitet. Eine Staffel von 1.600 € auf 2.000 € über 4 Jahre kann bei 80 m² als unangemessen bewertet werden.

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