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Energieausweis: Pflichten, Kosten und Fristen für Vermieter (2026)

Der EnergieausweisPflichtdokument bei Vermietung – zeigt Energieeffizienz des Gebäudes, muss bei Besichtigung vorliegen.Weiterlesen → ist seit dem Gebäudeenergiegesetz (GEGGebäudeenergiegesetz – regelt Energieeffizienzanforderungen für Gebäude in Deutschland.Weiterlesen →) Pflicht bei Vermietung und Verkauf von Immobilien. Wer als Vermieter keinen Energieausweis vorlegt, riskiert ein Bußgeld. Hier erkläre ich alles Wichtige.

Wann ist der Energieausweis Pflicht?

Du musst einem potenziellen Mieter spätestens bei der Besichtigung einen Energieausweis vorlegen. Das gilt für alle Wohngebäude mit regulärer Vermietung. Ausnahmen sind sehr begrenzt (denkmalgeschützte Gebäude, extrem kleine Objekte).

Bei Inseraten auf Immobilienportalen musst du die Energieeffizienzklasse und wichtige Kennwerte aus dem Energieausweis angeben — sonst kann das Portal das Inserat ablehnen.

Welche Arten von Energieausweisen gibt es?

Verbrauchsausweis

Basiert auf dem tatsächlichen Energieverbrauch der letzten 3 Jahre. Günstiger (ab ca. 50–100 €), aber weniger aussagekräftig (abhängig vom Heizverhalten der Bewohner).

Bedarfsausweis

Basiert auf dem theoretischen Energiebedarf des Gebäudes, unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch. Teurer (150–500 €), aber objektiver und bei Gebäuden vor 1977 und mehr als 4 Wohneinheiten oft Pflicht.

Wer braucht einen Bedarfsausweis (Pflicht)?

Ein Bedarfsausweis ist Pflicht für Gebäude, die:

  • Bis Ende 1977 fertiggestellt wurden
  • Nicht nach der 1. Wärmeschutzverordnung von 1977 gebaut wurden
  • Weniger als 5 Wohneinheiten haben

Für neuere Gebäude oder größere Mehrfamilienhäuser ist auch ein VerbrauchsausweisEnergieausweis basierend auf tatsächlichem Verbrauch der letzten 3 Jahre – günstiger als Bedarfsausweis.Weiterlesen → zulässig.

Wie lange gilt ein Energieausweis?

Der Energieausweis ist 10 Jahre gültig. Nach Ablauf muss er erneuert werden — auch wenn sich an der Immobilie nichts geändert hat.

Wichtig: Nach Modernisierungen (neue Heizung, Dämmung, Fenster) kann ein neuer Energieausweis sinnvoll sein — er zeigt dann die verbesserte Energiebilanz und kann die Vermietbarkeit verbessern.

Was kostet ein Energieausweis?

  • Verbrauchsausweis (online): 50–100 €
  • Verbrauchsausweis (Vor-Ort-Begehung): 100–200 €
  • Bedarfsausweis (Vor-Ort-Begehung): 200–500 €

Online-Anbieter wie "e-express.de" oder "energieausweis48.de" bieten günstige Verbrauchsausweise an — du gibst die Verbrauchsdaten ein und bekommst den Ausweis digital. Das geht schnell und ist legal.

Welche Pflichtangaben kommen ins Inserat?

Bei einem Inserat musst du angeben:

  • Art des Energieausweises (Bedarfs- oder Verbrauchsausweis)
  • Endenergiebedarf oder Endenergieverbrauch (in kWh/(m²a))
  • Wesentlicher Energieträger der Heizung
  • Baujahr des Gebäudes
  • Energieeffizienzklasse (A+ bis H)

Was passiert ohne Energieausweis?

Wer keinen Energieausweis vorlegt oder die Pflichtangaben im Inserat weglässt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Das Bußgeld kann bis zu 15.000 € betragen. In der Praxis wird das selten so hoch angesetzt — aber es ist ein reales Risiko.

Checkliste: Energieausweis

  • Energieausweis vorhanden und noch gültig (max. 10 Jahre alt)?
  • Richtige Art (Verbrauchs- oder Bedarfsausweis) für das Gebäude?
  • Pflichtangaben im Inserat vollständig?
  • Bei Besichtigung vorlegen (nicht erst auf Nachfrage)
  • Mieter erhält Kopie oder Einsicht — dokumentiere das

Der Energieausweis ist lästige Bürokratie, aber unvermeidlich. Hol ihn einmalig, hebe ihn auf — und nutze ihn auch aktiv im Inserat, wenn du eine gute Energieklasse (A oder B) hast. Das ist ein echter Marketingvorteil.

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