Ratgeber

Vermieter-Versicherungen: Was du brauchst und was du weglassen kannst

Versicherungen für Vermieter – da gibt es einiges zu beachten. Manche sind Pflicht, manche sehr sinnvoll, und manche sind Geldverschwendung. Hier ist der vollständige Überblick für 2026.

Pflicht: Wohngebäudeversicherung

Die WohngebäudeversicherungPflichtversicherung für Vermieter – schützt das Gebäude vor Feuer, Wasser, Sturm und Hagel.Weiterlesen → schützt das Gebäude vor Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel. Sie ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber jede Bank verlangt sie bei einer Finanzierung.

  • Deckt: Gebäude, fest eingebaute Gegenstände (MietrechtGesetzliche Regelungen für Mietverhältnisse in Deutschland – §§ 535-580a BGB.Weiterlesen → – bei Beschädigung haften Mieter, bei Alter Abzug für Verschleiß möglich.">EinbaukücheKüche im Mietrecht – bei Beschädigung haften Mieter, bei Alter Abzug für Verschleiß möglich.Weiterlesen →, Heizung)
  • Deckt nicht: Möbel, persönliche Gegenstände des Mieters
  • Kosten: 200-600 €/Jahr je nach Gebäudewert

Empfohlen: Grundbesitzerhaftpflichtversicherung

Als Eigentümer haftest du für Schäden die Dritten durch dein Objekt entstehen (vereiste Treppe, herabfallende Dachziegel). Die Grundbesitzerhaftpflicht deckt diese Risiken.

  • Pflicht in manchen Bundesländern bei Mehrfamilienhäusern
  • Kosten: 50-200 €/Jahr je nach Objekt und Deckungssumme
  • Nicht auf Mieter umlegbar (deshalb separat kalkulieren)

Sinnvoll: Mietausfallversicherung

Wenn der Mieter nicht zahlt oder ein Schaden die Wohnung unbewohnbar macht: Die MietausfallversicherungVersicherung gegen Mietausfall – springt ein wenn Mieter nicht zahlt oder Wohnung unbewohnbar.Weiterlesen → springt ein.

  • Absichert: Mietausfall durch Zahlungsunfähigkeit, Schaden, LeerstandPeriode ohne Mieter – kostet Einnahmen, birgt Risiken, sollte schnell behoben werden.Weiterlesen → nach Kündigung
  • Kosten: 2-4 % der Jahresmiete
  • Bedingung: Mieter muss bonität geprüft sein

Optional: Rechtsschutzversicherung für Vermieter

Mietrechtliche Auseinandersetzungen können teuer werden. Eine Vermieter-Rechtsschutzversicherung deckt Anwalts- und Gerichtskosten bei:

  • Mietstreitigkeiten
  • Räumungsklagen
  • Schadenersatzforderungen
  • Kosten: 150-400 €/Jahr für alle Mietobjekte

Nicht nötig: Hausratversicherung des Mieters

Die Hausratversicherung ist Sache des Mieters. Du musst als Vermieter keine Hausratversicherung für deine Mieter abschließen.

Checkliste Vermieter-Versicherungen

  • ☑ Wohngebäudeversicherung (inkl. Elementarschutz prüfen)
  • ☑ Grundbesitzerhaftpflicht
  • ☑ Mietausfallversicherung erwogen
  • ☑ Rechtsschutzversicherung für Vermieter

Mehr: Instandhaltungspflichten | Versicherungskosten absetzen

Haftungsschutz und Mietausfallversicherung: Was wirklich sinnvoll ist

Viele Vermieter verwechseln zwei Versicherungen, die völlig unterschiedliche Zwecke erfüllen. Die Privathaftpflicht des Vermieters (oft Teil einer bestehenden Haushaltsversicherung) deckt ab, wenn Sie oder Ihre Helfer fremde Sachen beschädigen – etwa beim Besichtigungstermin. Das ist wichtig, aber nicht das Kernproblem für Vermieter.

Deutlich relevanter ist eine spezialisierte Vermieterhaftpflicht oder Immobilieneigentümerhaftpflicht. Diese greift bei Schäden, für die Sie als Gebäudeeigentümer rechtlich verantwortlich sind: Ein lose angebrachtes Dachziegel verletzt einen Passanten (§ 836 BGB), oder Ihre mangelnde Schneeräumung führt zu einem Sturz. Die Kosten können schnell fünfstellig werden.

Die Mietausfallversicherung hingegen zahlt die Miete, wenn ein Mieter zahlungsunfähig wird. Das klingt verlockend, aber hier lohnt sich eine ehrliche Kosten-Nutzen-Analyse: Die Versicherungen zahlen oft erst nach 2-3 Monaten Rückstand, verlangen Selbstbeteiligungen von 10-20 Prozent und schließen viele Fälle aus (etwa wenn der MietvertragRechtlicher Vertrag zwischen Vermieter und Mieter – Form, Inhalt und Klauseln sind entscheidend.Weiterlesen → vor Abschluss schon problematisch war). Bei einer durchschnittlichen 2-Zimmer-Wohnung in Deutschland (Miete ca. 600-800 Euro) kostet die Versicherung etwa 80-120 Euro monatlich – das entspricht 960-1.440 Euro jährlich. Statistisch tritt ein Totalausfall bei privaten Vermietern nur alle 7-10 Jahre auf. Besser: Genauer auswählen und eine angemessene Kaution nach § 551 BGB (maximal drei Nettomieten) verlangen.

Elementarschadenversicherung: Unterschätzt und zunehmend nötig

Die Standard-Wohngebäudeversicherung deckt Feuer, Sturm und Leitungswasser. Aber was ist mit Hochwasser, Überschwemmung oder Erdrutsch? Genau hier greift die Elementarschadenversicherung – und sie wird für deutsche Vermieter immer wichtiger.

Zwischen 2013 und 2024 haben Versicherer über 14 Milliarden Euro an Hochwasserschäden in Deutschland gezahlt. Nach dem Hochwasser in NRW und Bayern 2021 geriet diese Versicherungslücke massiv in den Fokus. Besonders kritisch: Liegt Ihre Immobilie in einem Risikogebiet (Flussauen, tiefe Lagen), können die Prämien für diese Zusatzversicherung 200-400 Euro pro Jahr betragen – aber der Schadensfall kann schnell 100.000 Euro überschreiten.

Die gute Nachricht: Seit 2022 verpflichten sich Versicherer in Deutschland, grundsätzlich auch Elementarschäden mitzuversichern – allerdings mit Risikoabstufung. Prüfen Sie mit Ihrem ProvisionMaklerprovision bei Vermietung – seit 2015 zahlt derjenige der den Makler beauftragt.Weiterlesen → max. 2 Kaltmieten bei Neuvermietung.">MaklerImmobilienmakler vermittelt Mieter oder Käufer – Provision max. 2 Kaltmieten bei Neuvermietung.Weiterlesen → oder online via Elementarschadenreport der Versicherer, ob Ihre genaue Adresse gefährdet ist. Für Neubauten und Renovierungen in gefährdeten Gebieten wird diese Versicherung bald quasi zum Standard – rechnen Sie also mit höheren Versicherungskosten.

Rechtsschutz für Vermieter: Der praktische Nutzen im Mietstreit

Ein Mietrechtsstreit ist teuer, auch wenn Sie Recht haben. Gerichtsgebühren, Anwaltshonorar nach RVG (§ 1 RVG) – schnell entstehen Kosten von 1.500-5.000 Euro, selbst bei kleinen Wohnungen. Hier kommt eine spezialisierte Rechtsschutzversicherung für Vermieter ins Spiel.

Diese deckt Anwaltskosten und Gerichtsgebühren für typische Vermieterkonf

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