Als Vermieter verbringst du Zeit mit Verwaltung: Miete buchen, BetrKVBetriebskostenverordnung – gesetzliche Liste der umlagefähigen Nebenkosten.Weiterlesen →.">BetriebskostenLaufende Kosten des Gebäudes die auf Mieter umgelegt werden dürfen – geregelt in der BetrKV.Weiterlesen → – Frist: 12 Monate nach Abrechnungszeitraum.">NebenkostenabrechnungJährliche Abrechnung der umlagefähigen Betriebskosten – Frist: 12 Monate nach Abrechnungszeitraum.Weiterlesen → erstellen, Reparaturen koordinieren, Steuererklärung vorbereiten. Digitale Tools können diesen Aufwand erheblich reduzieren. Hier stelle ich die wichtigsten vor.
Kategorie 1: Buchhaltung und Einnahmen-Ausgaben
Excel / Google Sheets (kostenlos)
Für Vermieter mit 1–3 Wohnungen oft ausreichend. Eine einfache Tabelle mit Einnahmen, Ausgaben, Datum und Kategorie reicht für die Steuererklärung aus. Nachteil: Kein automatischer Import von Kontodaten.
Lexoffice (ab 7,90 €/Monat)
Beliebte Buchhaltungssoftware für Selbstständige und kleine Vermieter. Kann Bankkonten importieren, Belege fotografieren und Auswertungen erstellen. Exportiert direkt in DATEV-Format für den Steuerberater.
sevDesk (ab 9,90 €/Monat)
Ähnlich wie Lexoffice, mit starker API und Automatisierungsmöglichkeiten. Gut für Vermieter, die auch Rechnungen an Mieter stellen (z.B. Nebenkostenabrechnung).
Kategorie 2: Immobilien-spezifische Verwaltungssoftware
Domus (ab ca. 30 €/Monat)
Branchenspezifische Software für Vermieter und Hausverwalter. Kann Mieten verwalten, Nebenkostenabrechnungen erstellen und Korrespondenz automatisieren. Für Profis mit 10+ Wohnungen.
immoware24 (Preis auf Anfrage)
Cloud-Plattform für professionelle Immobilienverwaltung. Gut für ETWEigentumswohnung – häufigste Form der Kapitalanlage-Immobilie für Privatanleger.Weiterlesen →, mehr Verwaltungsaufwand.">MehrfamilienhausGebäude mit mehreren Wohneinheiten – bessere Renditen als ETW, mehr Verwaltungsaufwand.Weiterlesen →.">WEGWohnungseigentümergemeinschaft – Gemeinschaft aller Eigentümer in einem Mehrfamilienhaus.Weiterlesen →-Verwaltung und größere Portfolios. Zu komplex für Gelegenheits-Vermieter.
Vermieter Plus (App, ab ca. 5 €/Monat)
Smartphone-App speziell für kleine Vermieter. Kann Mietverträge speichern, Zahlungen tracken und einfache Abrechnungen erstellen. Gut für Vermieter unterwegs.
Kategorie 3: Nebenkostenabrechnung
Kautionskasse / Nebenkosten-Rechner (kostenlos)
Online-Rechner, die Betriebskostenabrechnungen nach Eingabe aller Kosten automatisch erstellen. Kostenlose Versionen reichen für 1–3 Wohnungen.
Haufe Immobilien-Software
Professionelle Lösung mit Nebenkostenabrechnung, Mietermietenmanagement und steuerlicher Auswertung. Für professionelle Vermieter mit Dutzenden Einheiten.
Kategorie 4: Kommunikation und Dokumentenverwaltung
Dropbox / Google Drive (kostenlos)
Für die digitale Ablage aller Vermieter-Dokumente: Mietverträge, Übergabeprotokolle, Belege, Korrespondenz. Einfach und kostenlos für normale Volumina.
DocuSign / Adobe Sign (ab 9 €/Monat)
Für digitale Unterschriften auf Mietverträgen und Übergabeprotokollen. Spart Porto und Wege — allerdings ist bei Wohnungsmietverträgen die Schriftform per Gesetz vorgeschrieben (eigenhändige Unterschrift), weshalb dies nur für bestimmte Dokumente gilt.
Kategorie 5: Inserate und Mietersuche
Flowfact / Propstack
CRM-Software für Immobilienmakler und professionelle Vermieter. Automatisches Schalten auf mehreren Portalen, Lead-Management, Besichtigungsplanung. Zu komplex für Vermieter mit 1–2 Wohnungen.
ImmobilienScout24 Exposé-Editor (kostenlos bei Inserat)
Der eingebaute Editor von IS24 ist für die meisten Vermieter ausreichend. Er ermöglicht professionelle Grundriss-Darstellung und Integration von 360°-Fotos.
Mein Setup für kleine Vermieter (1–5 Wohnungen)
- Google Sheets für Einnahmen/Ausgaben (kostenlos)
- Google Drive für Dokumentenablage (kostenlos)
- ImmobilienScout24 für Inserate (nach Bedarf)
- Smartphone mit Fotoapp für Übergabeprotokolle
Für die meisten Kleinvermieter reicht dieses kostenlose Setup vollständig aus. Erst ab 5–10 Wohnungen oder bei WEG-Verwaltung lohnt sich spezialisierte Software.
Datenschutz beachten
Als Vermieter verarbeitest du personenbezogene Daten deiner Mieter (Name, Adresse, SCHUFADeutsche Wirtschaftsauskunftei – SCHUFA-Selbstauskunft zeigt Bonität und Negativmerkmale des Mieters.Weiterlesen →, Kontonummer). Die DSGVODatenschutz-Grundverordnung – gilt auch für Vermieter bei der Verarbeitung von Mieterdaten.Weiterlesen → gilt auch für Privatpersonen als Vermieter. Verwende nur DSGVO-konforme Softwarelösungen — in der EU gehostete Anbieter sind sicherer als US-Anbieter ohne EU-Zertifizierung.
Weiterführende Artikel
- Haustiere im MietvertragRechtlicher Vertrag zwischen Vermieter und Mieter – Form, Inhalt und Klauseln sind entscheidend.Weiterlesen →: Was Vermieter erlauben und verbieten können
- Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf: Was kommt auf Vermieter wirklich zu?
- Leerstand vermeiden: 10 Strategien für Vermieter um schnell neue Mieter zu finden