Mietrecht für Vermieter

Mietkaution anlegen: Welches Konto ist das Beste? (Vergleich 2026)

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Dieser Artikel dient als allgemeiner Ratgeber und ersetzt keine Rechtsberatung. Bei konkreten Rechtsfragen empfehlen wir die Konsultation eines Fachanwalts für Mietrecht.

Warum die Kaution separat angelegt werden muss

Die MietkautionSicherheitsleistung des Mieters, max. 3 Kaltmieten – muss getrennt und verzinst angelegt werden.Weiterlesen → muss zwingend getrennt vom Privatvermögen des Vermieters angelegt werden (§ 551 Abs. 3 BGB). Das ist keine Empfehlung, sondern Gesetz. Wenn du die Kaution nicht separat anlegst:

  • Verlierst du sie bei eigener Insolvenz (fällt in die Insolvenzmasse)
  • Kannst du bei Pfändung die Kaution nicht schützen
  • Handelst du vertragswidrig — der Mieter kann Schadensersatz verlangen

Möglichkeit 1: Klassisches Sparbuch (Kautionssparbuch)

Das traditionelle Kautionssparbuch bei einer Bank auf den Namen des Mieters. Die Bank sperrt das Konto zugunsten des Vermieters — der Mieter kann nicht verfügen, du als Vermieter auch nicht ohne weiteres.

  • Zinsen: Sehr niedrig (0,1–0,5% je nach Bank)
  • Aufwand: Höher — Bankbesuch, Sperrvereinbarung
  • Rechtssicherheit: Hoch
  • Empfehlung: Für einfache Fälle, wenn Bank in der Nähe

Möglichkeit 2: Tagesgeldkonto als Kautionskonto

Ein separates Tagesgeldkonto das du als Kautionskonto führst. Du öffnest es auf deinen Namen und buchst die Kaution ein — mit dem Mieter einig sein, dass es sich um sein Geld handelt.

  • Zinsen: 2,5–4,0% (Stand 2026, je nach Bank)
  • Aufwand: Gering — Online-Konto, keine Bankbesuche
  • Rechtssicherheit: Mittel — du musst nachweisen können, dass es Mietgeld ist
  • Empfehlung: Für einfache Ein-Mieter-Situationen

Möglichkeit 3: Spezielles Kautionskonto (Anbieter)

Einige Unternehmen und Banken bieten dedizierte Mietkautionskonten an:

  • Kautionskasse.de, Kautionsfrei.de etc. — digitale Kautionsverwaltung
  • Direktbanken wie DKB, ING mit Kautionskonto-Option

Vorteile: Rechtlich sauber strukturiert, online verwaltbar, Zinsen werden automatisch dem Mieter gutgeschrieben. Kosten: Meist kostenlos oder geringe Kontoführungsgebühren.

Möglichkeit 4: Kautionsbürgschaft (Alternative zur Barkaution)

Immer häufiger: Der Mieter zahlt keine Bar-Kaution, sondern schließt eine Kautionsbürgschaft bei einer Versicherung ab (z.B. Kautionsfrei, Deppenbrock). Du als Vermieter erhältst einen Bürgschaftsschein — im Schadensfall zahlt die Versicherung.

  • Zinsen: Keine (du hast kein Kapital, sondern eine Bürgschaft)
  • Aufwand: Gering
  • Vorteil für Mieter: Liquidität bleibt erhalten
  • Nachteil: Du hast kein Bargeld im Zugriff — muss über Versicherung geltend gemacht werden

Vergleich auf einen Blick

VarianteZinsenAufwandSicherheit
Sparbuch (traditionell)0,1–0,5%HochSehr hoch
Tagesgeldkonto2,5–4,0%GeringMittel
Spezielles Kautionskonto1,0–2,5%GeringHoch
KautionsbürgschaftSehr geringMittel

Empfehlung für Vermieter 2026

Das beste Verhältnis aus Zinsen, Aufwand und Rechtssicherheit bietet aktuell ein Tagesgeldkonto bei einer Direktbank (DKB, ING, Comdirect) kombiniert mit einem schriftlichen Kautionsvertrag. Die Zinsen sind deutlich höher als bei klassischen Sparbüchern, der Aufwand minimal und die Trennung vom Privatvermögen klar dokumentiert.

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