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Immobilienmakler beim Kauf: Wann er sich lohnt und worauf du achten musst

Immobilienmakler beim Kauf: Lohnt es sich?

Beim Kauf einer Vermietungsimmobilie wirst du oft über einen ProvisionMaklerprovision bei Vermietung – seit 2015 zahlt derjenige der den Makler beauftragt.Weiterlesen → max. 2 Kaltmieten bei Neuvermietung.">MaklerImmobilienmakler vermittelt Mieter oder Käufer – Provision max. 2 Kaltmieten bei Neuvermietung.Weiterlesen → einkaufen — entweder weil der Verkäufer einen beauftrag hat, oder weil du selbst einen zur Suche engagierst. Die Provision ist erheblich (3,57% inkl. MwSt. = 10.710 Euro bei 300.000 Euro Kaufpreis). Wann lohnt sich das?

Das neue Maklerrecht seit 2020

Seit dem 23. Dezember 2020 gilt das Gesetz zur Teilung der Maklerkosten bei Wohnimmobilienkäufen:

  • Wenn Verkäufer den Makler beauftragt hat und auch Käufer Provision zahlen soll: Beide zahlen maximal gleich viel
  • Typisch: 3,57% jede Seite (insgesamt 7,14% Provision)
  • Oder: Verkäufer zahlt alles, Käufer nichts ("provisionsfrei für Käufer")

Wichtig: Das Gesetz gilt nur für Wohnimmobilien (Einfamilienhäuser, ETWEigentumswohnung – häufigste Form der Kapitalanlage-Immobilie für Privatanleger.Weiterlesen →). Für Mehrfamilienhäuser kann freier vereinbart werden.

Wann zahlt sich ein Makler für Käufer aus?

Als Käufer profitierst du von einem Makler wenn:

  • Du in einem Markt suchst den du nicht gut kennst (z.B. andere Stadt)
  • Du keine Zeit für selbstständige Suche hast
  • Du Zugang zu Off-Market-Deals willst (Objekte die nicht öffentlich angeboten werden)
  • Der Makler Spezialkenntnisse für Anlageimmobilien hat

Maklervertrag als Käufer: Worauf achten?

Wenn du selbst einen Makler zur Suche beauftragst:

  • Suchprofil klar definieren: Lage, Größe, Budget, Renditeerwartung
  • Exklusivität: Makler exklusiv oder parallel mehrere beauftragen?
  • Provision: Höhe, Fälligkeit (nach notariellem Kaufvertrag), Rückforderung bei Rücktritt
  • Qualifikation: Hat der Makler Erfahrung mit Anlageimmobilien?
  • Referenzen: Andere Investoren die er betreut hat?

Seriöse Makler erkennen

Merkmale eines guten Maklers:

  • IHK-Sachkundeprüfung bestanden (§ 34c GewO)
  • Mitglied im Immobilienverband (IVD oder ähnlich)
  • Konkrete Referenzabschlüsse in der Zielregion
  • Transparente Kommunikation über Provision und Interessenkonflikte
  • Detaillierte Marktanalyse als Beratungsleistung

Rote Flaggen bei Maklern

  • "Die Wohnung ist ein Schnäppchen, Sie müssen sofort entscheiden" — echter Druck
  • Keine genauen Angaben zur Miethistorie und aktuellen Mieterstruktur
  • Bewertung die weit über vergleichbaren Objekten liegt (ohne Begründung)
  • Unklare Provision-Regelungen im Vertrag
  • Keine Angaben zum EnergieausweisPflichtdokument bei Vermietung – zeigt Energieeffizienz des Gebäudes, muss bei Besichtigung vorliegen.Weiterlesen → oder zu bekannten Mängeln

Off-Market: Der Hauptvorteil guter Makler

Erfahrene Makler im Anlageimmobilienbereich haben oft Objekte im PortfolioGesamtheit aller Immobilien eines Investors – Diversifizierung über Städte und Typen empfohlen.Weiterlesen → die nie öffentlich ausgeschrieben werden. Das können sein:

  • Verkäufer die diskret verkaufen wollen
  • Zwangsversteigerungen vor der öffentlichen Phase
  • Portfolioverkäufe institutioneller Investoren
  • Insiderdeals in einer Region

Für solche Deals ist ein etablierter Makler seinen Preis wert — weil du keine Chance hast, daran zu kommen ohne sein Netzwerk.

Self-Service: Ohne Makler kaufen

Auf ImmoScout24, Immowelt und eBay Kleinanzeigen gibt es viele provisionsfrei Objekte. Dort findest du:

  • Privatverkäufer die direkt verkaufen
  • Mandantenverkäufe von Anwälten und Notaren (Erbschaftsimmobilien)
  • Kommunale Liegenschaften (über Bieterverfahren)

Self-Service spart die Provision — erfordert aber mehr Eigenrecherche, Marktkenntnisse und Zeit.

Fazit: Makler ja oder nein?

Für standardisierte Objekte in gut bekannten Märkten: Selbst suchen und Provision sparen. Für spezifische Nischen, unbekannte Märkte oder Off-Market-Zugänge: Ein erfahrener Makler kann den Mehrwert bringen der seine Provision rechtfertigt.

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