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Hausverwaltung beauftragen: Was kostet sie und was leistet sie wirklich?

Hausverwaltung beauftragen: Was kostet sie und was leistet sie wirklich?

Ab wann lohnt sich eine professionelle HausverwaltungExterne Verwaltung von Mietobjekten – kostet 5-8% der Bruttomiete, ab 3+ Einheiten sinnvoll.Weiterlesen →? Was kostet sie, was leistet sie — und wo sind die Grenzen? Als Vermieter stehen Sie irgendwann vor dieser Entscheidung.

Was macht eine Hausverwaltung?

Kaufmännische Verwaltung

  • Mietinkasso (Mieten einziehen, Mahnwesen)
  • Nebenkostenabrechnung erstellen und versenden
  • Buchhaltung und Jahresabschluss
  • Mieterkorrespondenz
  • Vorauszahlungen anpassen

Technische Verwaltung

  • Instandhaltung koordinieren (Handwerker beauftragen)
  • Regelmäßige Begehungen
  • Schadensaufnahme und Versicherungsfälle
  • Wartungsverträge (Heizung, Aufzug, BrandschutzPflicht jedes Vermieters – Rauchwarnmelder, Fluchtwege, Feuerlöscher in Gemeinschaftsflächen.Weiterlesen →)

Juristische Verwaltung

  • Mietverträge aufsetzen
  • Mieterauswahl unterstützen
  • Abmahnungen und Kündigungen vorbereiten
  • Behördenkorrespondenz

Was kostet eine Hausverwaltung?

BereichTypischer Preis
WEG-Verwaltung (Eigentümergemeinschaft)25-50 €/Einheit/Monat
Mietverwaltung (einzelne Wohnung)20-35 €/Einheit/Monat
Sondervergütungen (Neuvermietung)1-2 Nettokaltmieten extra
Eigentümerversammlung (ETWEigentumswohnung – häufigste Form der Kapitalanlage-Immobilie für Privatanleger.Weiterlesen →, mehr Verwaltungsaufwand.">MehrfamilienhausGebäude mit mehreren Wohneinheiten – bessere Renditen als ETW, mehr Verwaltungsaufwand.Weiterlesen →.">WEGWohnungseigentümergemeinschaft – Gemeinschaft aller Eigentümer in einem Mehrfamilienhaus.Weiterlesen →)Oft im Grundpreis, sonst 200-500 € extra

Beispielrechnung: 5 Wohnungen, Mietverwaltung, 30 €/Wohnung/Monat = 150 €/Monat = 1.800 €/Jahr.

Wann lohnt sich eine Hausverwaltung?

Als Faustregel: Ab 4-5 Wohnungen oder wenn Sie wenig Zeit/Interesse an der Verwaltung haben. Auch sinnvoll wenn:

  • Immobilie weit entfernt (andere Stadt/Region)
  • Beruflich stark eingespannt
  • Schwierige Mieter-Situation
  • Mehrfamilienhaus mit komplexer WEG

Für 1-2 Wohnungen: Selbstverwaltung mit Software (Vermietet.de, immoware24) meist günstiger.

Die richtige Hausverwaltung finden

Checkliste: Qualitätskriterien

  • ☐ IHK-Zertifizierung oder Qualifikation nach § 34c GewO?
  • ☐ Erfahrung mit vergleichbaren Objekten?
  • ☐ Referenzen von anderen Eigentümern?
  • ☐ Klare Transparenz bei Handwerkerbeauftragungen?
  • ☐ Online-Portal für Eigentümer zur Einsicht in Konten und Belege?
  • ☐ Wie sind Notfälle geregelt (24/7 Erreichbarkeit)?

Red Flags bei der Auswahl

  • Undurchsichtige Preisstruktur mit vielen Sondervergütungen
  • Keine Referenzen
  • Keine digitalen Portale / veraltete Systeme
  • Lange Kündigungsfristen (> 3 Monate)
  • Kein eigenes Bankkonto für Treuhandgelder

Der Hausverwaltungsvertrag: Was muss drin stehen?

  • Genaue Leistungsbeschreibung (was ist inbegriffen, was kostet extra?)
  • Vergütung und Zahlungsmodalitäten
  • Vertragslaufzeit und Kündigungsfristen
  • Vollmachten (was darf die Verwaltung selbst entscheiden, ab welchem Betrag braucht sie Ihre Zustimmung?)
  • Berichtspflichten (wann erhalten Sie welche Berichte?)

Hausverwaltung und Steuern

Gut: Die Kosten der Hausverwaltung sind vollständig als Werbungskosten absetzbar (§ 9 EStG). Für 1.800 € Jahreskosten sparen Sie bei 42 % Steuersatz 756 € Steuern.

Hausverwaltung kündigen: Was zu beachten ist

  • Vertragsende und Kündigungsfrist prüfen
  • Kündigung schriftlich per Einschreiben
  • Übergabe der Dokumente (Mieterverträge, Konten, Schlüssel) vollständig fordern
  • Kontoübertragung und ausstehende Abrechnungen klären

Fazit

Eine gute Hausverwaltung ist ihr Geld wert — sie spart Zeit, Nerven und manchmal auch teure Fehler. Die Kosten sind steuerlich absetzbar. Bei der Auswahl: Qualität vor Preis, Transparenz ist entscheidend.

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