Airbnb vermieten 2026 — Als Vermieter starten, Kosten & Superhost

Airbnb Steuern 2026: Einnahmen richtig versteuern, Kosten absetzen & Freigrenze

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Dieser Artikel stellt keine steuerliche Beratung dar. Für deine individuelle Steuersituation wende dich an einen Steuerberater oder das zuständige Finanzamt.

Wer seine Wohnung über Superhost-Status bringt mehr Buchungen.">AirbnbWeltweit größte Plattform für Kurzzeitvermietung – Superhost-Status bringt mehr Buchungen.Weiterlesen → vermietet, muss die Einnahmen in Deutschland versteuern — das gilt für gelegentliche Kurzzeitvermietung genauso wie für professionelle Hosts. Seit 2023 übermittelt Airbnb Daten automatisch an das Finanzamt (DAC7). Dieser Leitfaden erklärt alle Steuerpflichten für 2026 mit konkreten Zahlen.

Grundsatz: Alle Airbnb-Einnahmen sind steuerpflichtig

Airbnb-Einnahmen sind in Deutschland immer steuerpflichtig. Es gibt keine Steuerfreiheit für "kleine" Beträge — außer:

  • Freigrenze 520 Euro/Jahr: Bis 520 Euro Gesamteinnahmen aus gelegentlicher Vermietung sind steuerfrei (§ 22 EStG). Wird diese Freigrenze überschritten, sind alle Einnahmen — nicht nur der übersteigende Betrag — steuerpflichtig.
  • Diese Freigrenze gilt nur wenn: Die Vermietung privat und gelegentlich ist (nicht professionell). Wer mehrere Wohnungen oder dauerhaft vermietet, gilt als gewerblich.

Airbnb DAC7: Das Finanzamt bekommt automatisch Daten

Seit dem 1. Januar 2023 gilt die EU-Richtlinie DAC7 in Deutschland. Airbnb ist verpflichtet, alle Vermieter mit mehr als 30 Transaktionen oder mehr als 2.000 Euro Einnahmen pro Jahr automatisch an das Bundeszentralamt für Steuern zu melden. Wer also Airbnb-Einnahmen nicht deklariert, kann damit rechnen, dass das Finanzamt bereits die Daten hat.

Welche Steuerart gilt für Airbnb-Einnahmen?

Das hängt von der Art der Vermietung ab:

  • Eigennutzer, die gelegentlich vermieten: "Sonstige Einkünfte" (§ 22 Nr. 3 EStG). Freigrenze 520 Euro/Jahr gilt.
  • Vermieter, die dauerhaft oder mehrere Objekte vermieten: "Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung" (§ 21 EStG). Keine Freigrenze, alle Einnahmen minus Werbungskosten steuerpflichtig.
  • Gewerbliche Vermieter (Property Manager, viele Wohnungen): Gewerbesteuer + Einkommensteuer (§ 15 EStG).

Was kann man als Werbungskosten absetzen?

Werbungskosten mindern die Steuerlast erheblich. Abzugsfähig für Airbnb-Vermieter:

  • Airbnb-Servicegebühren (3 % der Einnahmen)
  • Reinigungskosten (anteilig für Vermietungszeit)
  • Reparaturen und Instandhaltung (anteilig)
  • Neue Ausstattung/Möbel (anteilig oder als AfAAbsetzung für Abnutzung: 2% des Gebäudewerts jährlich steuerlich absetzbar – großer Steuervorteil.Weiterlesen → über mehrere Jahre)
  • Internet und Telefon (anteilig: Vermietungsanteil)
  • Versicherungen (Haftpflicht, Gebäude — anteilig)
  • Betriebskosten: Strom, Wasser, Heizung (anteilig)
  • Steuerberaterkosten
  • Fahrtkosten (für Reinigung, Reparaturen etc.)

Anteilig bedeutet: Wenn die Wohnung 90 Tage vermietet und 275 Tage selbst genutzt wird, sind 90/365 = 24,7 % der fixen Kosten absetzbar.

Rechenbeispiel: Airbnb Steuer konkret

Wohnung 60 m², 80 Euro/Nacht, 45 Nächte vermietet im Jahr:

  • Bruttoeinnahmen: 3.600 Euro
  • Minus Airbnb-Gebühr (3 %): −108 Euro
  • Minus Reinigungskosten: −675 Euro (15 Wechsel × 45 Euro)
  • Minus BetrKVBetriebskostenverordnung – gesetzliche Liste der umlagefähigen Nebenkosten.Weiterlesen →.">BetriebskostenLaufende Kosten des Gebäudes die auf Mieter umgelegt werden dürfen – geregelt in der BetrKV.Weiterlesen → anteilig: −320 Euro
  • Minus Ausstattung/Reparaturen: −200 Euro
  • Zu versteuerndes Einkommen aus Airbnb: 2.297 Euro
  • Einkommensteuer bei 35 % Steuersatz: ca. 804 Euro
  • Netto nach Steuern: ca. 2.493 Euro

Umsatzsteuer bei Airbnb-Einnahmen

Wer als Kleinunternehmer gilt (Jahresumsatz bis 22.000 Euro), ist umsatzsteuerfrei (§ 19 UStG). Kurzzeitvermietung über Airbnb gilt steuerrechtlich als steuerpflichtiger Umsatz — aber die Kleinunternehmerregelung schützt die meisten privaten Hosts:

  • Unter 22.000 Euro/Jahr → Kleinunternehmer → keine Umsatzsteuer
  • Über 22.000 Euro → Regelbesteuerung → 7 % Umsatzsteuer auf Kurzzeitvermietung (ermäßigter Steuersatz)
  • Airbnb weist die Umsatzsteuer in bestimmten Ländern automatisch aus — in Deutschland nicht automatisch

Anlage V oder Anlage SO? Wo in der Steuererklärung eintragen?

  • Anlage V (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung): Für alle, die dauerhaft oder regelmäßig vermieten
  • Anlage SO (Sonstige Einkünfte): Für gelegentliche, einmalige Vermietung (unter der 520-Euro-Freigrenze prüfen)
  • In Elster oder der Steuersoftware unter "Vermietung und Verpachtung" eintragen

Häufige Fragen: Airbnb Steuern Deutschland 2026

Wie hoch ist die Freigrenze für Airbnb-Einnahmen?

520 Euro pro Jahr. Wenn deine Gesamteinnahmen aus gelegentlicher Vermietung unter 520 Euro bleiben, musst du keine Steuer zahlen und nichts angeben. Überschreitest du diesen Betrag, sind alle Einnahmen — nicht nur der Teil über 520 Euro — steuerpflichtig.

Was passiert wenn ich Airbnb-Einnahmen nicht angebe?

Seit 2023 (DAC7) übermittelt Airbnb Daten direkt an das Bundeszentralamt für Steuern. Das Finanzamt hat deine Einnahmen bereits. Wer nicht deklariert, riskiert Steuernachzahlungen plus Zinsen (1,8 % pro Jahr) plus mögliche Strafzahlungen. Bei Selbstanzeige vor einer Betriebsprüfung: deutlich geringere Folgen.

Kann ich die Miete anteilig als Werbungskosten absetzen (als Mieter)?

Als Mieter, der untervermietet: Ja, du kannst die auf die Vermietungszeit entfallende Miete anteilig als Werbungskosten geltend machen. Beispiel: Monatsmiete 800 Euro, Wohnung 10 Tage im Monat auf Airbnb vermietet → 10/30 × 800 = 267 Euro absetzbar.

Wann bin ich gewerbesteuerpflichtig als Airbnb-Vermieter?

Wenn du mehrere Wohnungen professionell über Airbnb vermietet und davon deinen Lebensunterhalt bestreitest, kann das Finanzamt Gewerblichkeit annehmen. Typische Grenze: 3+ Wohnungen dauerhaft vermietet oder hotelmäßige Dienstleistungen (Frühstück, Zimmerservice). Im Zweifel Steuerberater fragen.

Muss ich die Airbnb-Einnahmen in Deutschland versteuern wenn die Wohnung im Ausland ist?

Wenn du in Deutschland wohnst, musst du weltweit alle Einkünfte in Deutschland versteuern (Welteinkommensprinzip). Für Auslandsimmobilien gilt zusätzlich das Steuerrecht des Landes, in dem die Immobilie liegt. Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) verhindern, dass du zweimal voll besteuert wirst — aber du musst in beiden Ländern deklarieren.