Airbnb-Buchungen über 28 Tage sind beliebt bei Digitalnomaden, Montagearbeitern und Expats. Für Vermieter bieten sie Stabilität — aber auch rechtliche Fallstricke.
Was ändert sich bei Buchungen über 28 Tage?
Ab 28+ Tagen greift in vielen deutschen Städten das MietrechtGesetzliche Regelungen für Mietverhältnisse in Deutschland – §§ 535-580a BGB.Weiterlesen → — der Gast wird rechtlich zum Mieter. Das bedeutet:
- Kündigungsschutz für den Gast (Mieter kann nur mit Fristen gekündigt werden)
- Mietpreisbremse gilt möglicherweise
- Kündigung nur bei berechtigtem Interesse (nicht einfach „Buchung endet")
- Das Mietverhältnis kann ggf. von Behörden als Dauermietverhältnis eingestuft werden
Airbnbs Regelung zu Langzeitbuchungen
Airbnb erlaubt Monats- und Langzeitbuchungen, bietet aber keine rechtliche Absicherung für deutsches Mietrecht. Die Stornierungsrichtlinien für Langzeitbuchungen sind anders — weniger flexibel für den Gast, aber auch für den Vermieter.
Chancen
- Stable Einnahmen ohne häufigen Wechsel
- Weniger Reinigungsaufwand
- Geringerer Plattform-ProvisionMaklerprovision bei Vermietung – seit 2015 zahlt derjenige der den Makler beauftragt.Weiterlesen →-Einfluss (monatliche Abrechnung)
- Zuverlässige Auslastung in Nebensaison
Risiken

- Gast wird rechtlich zum Mieter — Kündigung schwierig
- Verlust der Kurzzeitvermietungsflexibilität
- Mehr Abnutzung der Wohnung
- Rechtliche Unsicherheit in vielen deutschen Städten
Empfehlung: Wie umgehen?
- Maximal 27 Nächte als Buchungsgrenze einstellen (unter 28 Tage)
- Für echte Langzeitvermietung: separaten MietvertragRechtlicher Vertrag zwischen Vermieter und Mieter – Form, Inhalt und Klauseln sind entscheidend.Weiterlesen → aufsetzen (kein AirbnbWeltweit größte Plattform für Kurzzeitvermietung – Superhost-Status bringt mehr Buchungen.Weiterlesen →)
- Rechtlichen Status mit Anwalt klären vor Zulassen von Monats-Buchungen
Fazit
Langzeitbuchungen über Airbnb in Deutschland sind rechtlich riskant — ab 28 Tagen greift potenziell Mietrecht. Wer Stabilität will, besser klassischen Mietvertrag statt Airbnb-Langzeitbuchung nutzen.
Ab wann gilt ein Gast als Langzeitgast?
Airbnb definiert Buchungen ab 28 Nächte als Langzeitaufenthalt. Diese unterliegen anderen Regeln: kein sofortiges Storno möglich, besondere Kündigungsfristen, teils mietrechtliche Schutzvorschriften.
Chancen vs. Risiken: Vergleich

| Aspekt | Chancen | Risiken |
|---|---|---|
| Einnahmen | Stabile, planbare Cashflows | Geringerer Preis als Kurzzeitmiete |
| Reinigungsaufwand | Seltener Gästewechsel | Gründlichere Endreinigung nötig |
| Abnutzung | Weniger Einzug/Auszug-Stress | Höherer Verschleiß durch Dauernutzung |
| Rechtsstatus | Planbarkeit | Mietrechtlicher Schutz möglich! |
| Stornierungen | Selten — Planungssicherheit | Bei Problem: komplizierte Raumsituation |
Rechtliche Grauzone: Ab wann Mietrecht?
In Deutschland kann ein dauerhafter Airbnb-Gast (3+ Monate, selbe Wohnung) unter Umständen Mieterschutz genießen. Gerichte beurteilen es einzelfallbezogen. Empfehlung: Klare Befristungsklausel, zwischenzeitliche Leerstandsnächte einbauen, Nutzungsvertrag statt Mietvertrag.
Preisgestaltung für Langzeitgäste
- 10–30% Rabatt auf Wochenbasis gegenüber Tagespreis ist marktüblich
- Nebenkosten (Strom, Wasser) bei Langzeit klar regeln — Inklusivpreis oder Abrechnung?
- Zusatzservice (wöchentliche Reinigung) als Aufpreis anbieten
- Airbnb nimmt höhere Provision bei Langzeitbuchungen — in Kalkulation einberechnen