Kaufen & Vermieten

Immobilien-Buchhaltung: Software für Vermieter im Überblick

Mieteinnahmen, Reparaturkosten, AfAAbsetzung für Abnutzung: 2% des Gebäudewerts jährlich steuerlich absetzbar – großer Steuervorteil.Weiterlesen →, BetrKVBetriebskostenverordnung – gesetzliche Liste der umlagefähigen Nebenkosten.Weiterlesen →.">BetriebskostenLaufende Kosten des Gebäudes die auf Mieter umgelegt werden dürfen – geregelt in der BetrKV.Weiterlesen → — die Buchhaltung für vermietete Immobilien ist komplex. Mit der richtigen Software behalten Vermieter den Überblick.

Was muss Immobilien-Buchhaltung leisten?

  • Mieteinnahmen erfassen und Zahlungseingang überwachen
  • Ausgaben kategorisieren (Reparatur, Verwaltung, Zinsen, Versicherung)
  • AfA berechnen und dokumentieren
  • Betriebskostenabrechnung erstellen
  • Steuererklärung vorbereiten (Anlage VSteuerformular für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung – jährlich auszufüllen.Weiterlesen →)
  • Cashflow pro Objekt darstellen

Software-Vergleich

SoftwareKosten/MonatZielgruppe
Vermietet.deab 9 €Privatvermieter bis 10 Einheiten
Immoware24ab 25 €Professionelle Vermieter
Lexoffice Vermieterab 7 €Kombination Buchhaltung + Vermietung
Haufe WohnungsManagerab 15 €Mittelgroße Bestände
Excel (selbst gebaut)0 €1–3 Objekte, zeitaufwändig

AfA: AbschreibungSteuerliche AfA auf Gebäudewert – 2% p.a. bei normalen Wohngebäuden über 50 Jahre.Weiterlesen → korrekt erfassen

Die Absetzung für Abnutzung (AfA) ist einer der wichtigsten Steuerposten. Software sollte automatisch berechnen:

  • Kaufpreisaufteilung (Gebäude vs. Grundstück)
  • AfA-Satz: 2 % Standardgebäude, 2,5 % Gebäude vor 1925, 3 % Neubauten ab 2023
  • Restnutzungsdauer nach Gutachten

Anlage V vorbereiten

Gute Software exportiert alle relevanten Zahlen für die Anlage V der Steuererklärung. Viele ermöglichen direkten DATEV-Export für Steuerberater.

Fazit

Für 1–3 Objekte reicht Excel oder eine günstige App. Ab 4 Objekten lohnt sich Profi-Software. Steuererklärung und Betriebskosten zusammen in einem System zu verwalten spart Zeit und verhindert Fehler.

Software-Vergleich für Vermieter 2026

SoftwarePreis / MonatStärkenSchwächen
Lexware Hausverwaltungab 25 €DE-Steuerrecht, DATEV-ExportKomplex für Einsteiger
Immoware24ab 15 €Cloud, NK-Abrechnung automatischKein Steuermodul
Kira (Softwarelösung)ab 20 €WEG + Mietverwaltung kombiniertTeurer bei vielen Einheiten
Excel (selbst erstellt)0 €Flexibel, keine laufenden KostenFehleranfällig, kein automatisches Mahnwesen
Steuererklärung WISOab 30 € / JahrAnlage V integriert, SteueroptimierungNur Steuern, keine Verwaltung

Was gute Vermieter-Software können muss

  • NK-Abrechnung nach § 556 BGB — mit Umlage-Schlüssel und Fristen
  • Mietverträge verwalten: Laufzeiten, Staffeln, Indexanpassungen tracken
  • Mahnwesen: automatische Zahlungserinnerungen
  • Belegverwaltung: Rechnungen scannen und zuordnen
  • Anlage V vorbereiten: Einnahmen-Ausgaben-Übersicht exportierbar

Für Kleinvermieter (1–5 Wohnungen): Einfachlösung

Excel-Vorlage mit 4 Tabellenblättern reicht oft aus: 1) Mietkonten, 2) Betriebskosten-Sammlung, 3) NK-Abrechnung, 4) Steuervorbereitung Anlage V. Kostenlose Vorlagen: Haus & Grund Verband, Finanztip.

Betriebskostenabrechnung: Die häufigsten Fehler in der Software-Abwicklung

Die Betriebskostenabrechnung ist für Vermieter eine rechtliche Pflicht – spätestens zwölf Monate nach Ablauf des Abrechnungszeitraums muss die Abrechnung vorliegen (§ 556 Abs. 3 BGB). Gute Immobilien-Buchhaltung-Software automatisiert zwar die Berechnung, doch viele Vermieter übersehen kritische Fehler:

  • Falsche Umlagefähigkeit: Nicht alle Kosten dürfen auf Mieter umgelegt werden. Instandhaltung der Gebäudesubstanz ist ausgeschlossen, Wartung von Heizanlagen aber erlaubt. Software sollte hier zwischen umlagefähigen und nicht-umlagefähigen Posten unterscheiden.
  • Zeitliche Abgrenzung: Rechnungen für Januar müssen ins Januar-Abrechnungsjahr, nicht ins Dezember des Vorjahres. Viele Programme bearbeiten Belege nach Zahlungsdatum statt nach Leistungsdatum – das führt zu ungültigen Abrechnungen.
  • Leerstände richtig berücksichtigen: Leer stehende Wohnungen dürfen anteilig weniger Nebenkosten tragen. Die Software muss Leerstands-Zeiträume korrekt erfassen und in die Verteilung einbeziehen.

Ein regelmäßiger Abgleich mit dem Steuerberater spart hier teure Nachkorrektionen. Viele etablierte Lösungen wie Immobilien-verwaltungsprogramme bieten inzwischen Templates, die den aktuellen ProvisionMaklerprovision bei Vermietung – seit 2015 zahlt derjenige der den Makler beauftragt.Weiterlesen → max. 2 Kaltmieten bei Neuvermietung.">MaklerImmobilienmakler vermittelt Mieter oder Käufer – Provision max. 2 Kaltmieten bei Neuvermietung.Weiterlesen →- und Baurecht-Standards entsprechen.

Steuersoftware und Anlage V: Welche Daten müssen automatisch exportierbar sein

Die Einkommensteuererklärung für Vermietung und Verpachtung (Anlage V) ist der Ort, wo korrekte Buchhaltung richtig wertvoll wird. Vermieter können hier Werbungskosten geltend machen – 2023 betrug die durchschnittliche Kostenquote bei Mietimmobilien etwa 68 Prozent der Einnahmen. Das heißt: Ein Euro falsch kategorisiert kostet echte Steuern.

Die richtige Software muss mindestens folgende Export-Funktionen bieten:

  • Automatischer ELSTER-Export für die digitale Steuererklärung (Schnitt­stelle zu Steuersoftware wie WISO, Taxman)
  • Summen nach § 4 Abs. 3 EStG kategorisiert: Zinsen separat ausgewiesen (oft 15–25 % der Gesamtkosten)
  • Abschreibungsquoten (AfA) bereits berechnet – nicht als „sonstige Kosten" versteckt
  • Objektbezogene Übersichten (wichtig bei mehreren Immobilien)

Ein häufiger Fehler: Vermieter erfassen Darlehenszinsen als Reparaturkosten. Das Programm muss durch intelligente Kategorisierung und Validierung solche Verwechslungen verhindern. Moderne Lösungen bieten auch ein Schnittstellen-Management für direkte Bank-Importe – so landen Zahlungen automatisch in der richtigen Kostengruppe.

Multi-Objekt-Verwaltung: Wie Software die Skalierung bewältigt

Während Ein-Objekt-Vermieter oft noch mit Tabellenkalkulationen arbeiten, scheitert Excel spätestens bei 4–5 Mietimmobilien. Der Grund: Jedes Objekt hat separate Betriebskostenkonten, unterschiedliche Abrechnungszeiträume und möglicherweise verschiedene Finanzierungen.

Eine professionelle Buchhaltungs-Software für Mehrfach-Vermieter sollte bieten: