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Airbnb im Winter: Wie du die Nebensaison profitabel nutzt

November bis Februar – für viele AirbnbWeltweit größte Plattform für Kurzzeitvermietung – Superhost-Status bringt mehr Buchungen.Weiterlesen →-Hosts die schwierigste Zeit. Buchungen bleiben aus, Preise fallen. Aber wer seine Strategie anpasst, kann auch die Nebensaison profitabel nutzen.

Winter-Zielgruppen: Wer bucht im Winter?

Die Gäste-Demographie verschiebt sich saisonal:

  • Business-Reisende: Reisen ganzjährig, Lage wichtiger als Saison
  • Digitale Nomaden: Suchen Unterkünfte für 1-3 Monate (Midterm)
  • Heimatbesucher: Weihnachten, Jahreswechsel, Hochzeiten
  • Städtereisende: Museen, Restaurants, Theater – funktioniert ganzjährig in Kulturstädten
  • Seminarteilnehmer, Messebesucher: Wintermessen wie BETT Berlin, Hannover Messe (März)

Midterm-Vermietung: Der Winter-Joker

Statt 1-2-Nacht-Gästen: Vermiete für 4-12 Wochen an Expats, Studenten auf Praktikum, Fernpendler oder Nomaden. Wie in unserem Ratgeber Langzeitgäste auf Airbnb beschrieben: weniger Reinigungsaufwand, stabilere Einnahmen, weniger Bewertungsrisiko.

Weihnachtsmarkt-Saison gezielt nutzen

November-Dezember in Städten mit bekannten Weihnachtsmärkten (Nürnberg, Dresden, Köln, Straßburg nahe) sind Hochsaison. Preise können 2-3× der normalen Nacht betragen. Frühzeitig im Kalender öffnen, Mindestaufenthalt auf 2-3 Nächte setzen.

Preisgestaltung Winter

  • Dezember 20-31: Höchstpreise (Weihnachten + Silvester)
  • Januar 2-15: Tiefsaison, Preis auf 50-60% senken
  • Januar 16 - Februar: Leicht erhöhen für Karnevals-/Faschingsregionen
  • Langzeitrabatt anbieten: 20% für 7+ Nächte, 30% für 28+ Nächte

Wohnung für den Winter vorbereiten

  • Heizung auf Comfort-Temperaturen (Gäste mögen warme Wohnungen)
  • Wolldecken und extra Kissen bereitstellen
  • Teevorrat und Kochzubehör für Wintergerichte
  • Lokale Winter-Insider-Tipps in die Willkommensmappe
  • Heißluftfritteuse oder Fondue-Set: kleiner Aufwand, große Wirkung in Bewertungen

Heizkosten kalkulieren

Im Winter steigen Nebenkosten deutlich. Lege eine Reinigungsgebühr fest die auch höhere HeizkostenMüssen verbrauchsabhängig abgerechnet werden – mindestens 50-70% nach Verbrauch, Rest nach Fläche.Weiterlesen → abdeckt. Bei Midterm-Buchungen: Nebenkosten pauschal vereinbaren oder separat abrechnen.

Checkliste Winter-Vermietung

  • ☑ Kalender für Weihnachtsmarkt-Saison geöffnet
  • ☑ Silvester-Nacht mit Aufpreis versehen
  • ☑ Midterm-Angebot im Inserat erwähnt
  • ☑ Wohnung winter-ready (warm, gemütlich)
  • ☑ Heizung und Warmwasser geprüft

Mehr: Dynamische Preisgestaltung | Superhost-Status halten

Winterpreise richtig kalkulieren: Deckungsbeitrag statt Dumping

Der häufigste Fehler von Airbnb-Hosts ist die Panik-Preisreduktion. Im Januar sinken die Durchschnittspreise in deutschen Städten um 30-40 Prozent – viele Vermieter folgen blind diesem Trend und rutschen in den roten Bereich.

Die bessere Strategie: Berechne deinen Deckungsbeitrag pro Nacht. Dazu zählst du auf: Nebenkosten (Heizung, Wasser, Strom – im Winter etwa 15-25 Euro täglich), Reinigung pro Buchung (pauschal 50-80 Euro), Plattformgebühren (3% bei Airbnb), Instandhaltungsrücklagen (mindestens 10% des Umsatzes). Eine 80-Quadratmeter-Wohnung in Berlin sollte im Winter mindestens 45-60 Euro Netto pro Nacht erwirtschaften – alles darunter ist betriebswirtschaftlich unsinnig.

Statt Preise zu senken, erhöhe stattdessen deine Buchungsfrequenz: Akzeptiere kürzere Mindestaufenthalte (ab 3 Nächten statt 7), biete flexible Stornierungs-Bedingungen für Business-Reisende an und bewirb deine Unterkunft gezielt in Unternehmens-Netzwerken. Ein halb belegtes Apartment à 70 Euro ist profitabler als ein volles à 35 Euro.

Langzeitmieten und Midterm-Vermietung: Stabilität statt Volatilität

Die Wintermonate sind ideal für Langzeitbuchungen – nicht nur rentabel, sondern auch rechtlich günstiger. Während klassische Airbnb-Vermietung in vielen Bundesländern unter das Wohnungsaufsichtsgesetz fällt (Berlin: max. 90 Tage pro Jahr ohne Genehmigung gemäß § 42 BerlinBauNVO), werden Mietverträge ab vier Wochen Dauer anders behandelt.

Digitale Nomaden und Fachkräfte in Großprojekten suchen gerade im Winter Unterkünfte für 4-12 Wochen. Diese Zielgruppe akzeptiert oft:

  • 20-30% niedrigere Tagespreise bei Monats-Buchungen
  • Flexiblere Kommunikation statt 24/7-Service
  • Weniger Reinigung zwischen den Buchungen

Wichtig: Halte dich an die Unterscheidung zwischen Ferienmietvertrag und Mietvertrag nach BGB. Ab vier Wochen oder mit Wohnzweck solltest du einen ordentlichen MietvertragRechtlicher Vertrag zwischen Vermieter und Mieter – Form, Inhalt und Klauseln sind entscheidend.Weiterlesen → aufsetzen. Das schützt dich rechtlich und ermöglicht höhere Auslastung ohne nervige Zwischen-Reinigungen. Die Verwaltungsanforderungen sind minimal – eine SCHUFADeutsche Wirtschaftsauskunftei – SCHUFA-Selbstauskunft zeigt Bonität und Negativmerkmale des Mieters.Weiterlesen →-Auskunft des Gastes reicht meist aus.

Saison-Mix: Hybride Vermietung im Winterhalbjahr

Top-Performer kombinieren im Winter mehrere Vermietungskanäle gleichzeitig. Das funktioniert nur mit striktem Kalender-Management:

  • Airbnb für Wochenenden und Kurzaufenthalte (Fr-So, 2-5 Nächte) – hier bleiben die höchsten Margen
  • Immoscout oder privates Netzwerk für Langzeitmieter – 4-12 Wochen zu 40-50 Euro/Nacht
  • Corporate Housing Plattformen (z.B. Berbo, Nestpick) – B2B-Anfragen von Unternehmen für Dienstreisende, oft mit garantierter Auslastung

Ein praktisches Beispiel: Eine Berliner 2-Zimmer-Wohnung mit 70 Euro Winterpreis auf Airbnb könnte im Januar so aussehen: Drei Wochenend-Buchungen (je

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