Du willst deine Mietimmobilie verkaufen? Ein ProvisionMaklerprovision bei Vermietung – seit 2015 zahlt derjenige der den Makler beauftragt.Weiterlesen → max. 2 Kaltmieten bei Neuvermietung.">MaklerImmobilienmakler vermittelt Mieter oder Käufer – Provision max. 2 Kaltmieten bei Neuvermietung.Weiterlesen → kann hilfreich sein – aber er kostet auch. Hier die Entscheidungshilfe.
Was leistet ein Immobilienmakler beim Verkauf?
- Marktwertanalyse (Immobilienbewertung)
- Erstellung von Exposé und Fotos
- Vermarktung auf Portalen
- Besichtigungen durchführen
- Kaufinteressenten prüfen und qualifizieren
- Verhandlungsführung
- Begleitung bis Notartermin
Was kostet der Makler beim Verkauf?
Seit 2020 teilen Käufer und Verkäufer die Maklerprovision. Üblich: jeweils 3,57 % des Kaufpreises inkl. MwSt. Bei 400.000 € Kaufpreis: je 14.280 €. Insgesamt zahlt der Makler also 28.560 € – geteilt zwischen dir und dem Käufer.
Wann ist Makler beim Verkauf sinnvoll?

- Du hast keine Erfahrung im Immobilienverkauf
- Du hast keine Zeit für Besichtigungen
- Du kennst die Marktpreise nicht gut genug
- Das Objekt ist besonders oder komplex (Denkmal, Gewerbe)
Ohne Makler: Privatverkauf
Privateigentümer verkaufen immer häufiger selbst – über Portale wie ImmoScout oder Ebay Kleinanzeigen. Du sparst die Provision, trägst aber alle Aufgaben selbst. Bei klarer Preisfindung und guten Marktkenntnissen gut machbar.
Mehr: Vermieten oder verkaufen? | Spekulationsfrist beachten
Makler oder Selbst verkaufen?

| Kriterium | Mit Makler | Ohne Makler |
|---|---|---|
| Aufwand | gering | hoch |
| Kosten | 3–7 % Provision | nur NotarPflicht beim Immobilienkauf – beurkundet den Kaufvertrag, kostet ca. 1,5% des Kaufpreises.Weiterlesen → und Inserat |
| Erzielbarer Preis | oft höher | ggf. unter Markt |
| Dauer | meist schneller | je nach Marktkenntnis |
Makler-Auswahl: Worauf achten?
- Lokale Marktkenntnis (kein bundesweiter Plattform-Makler)
- Nachweisbare Vergleichsverkäufe in der Region
- Kein Alleinauftrag länger als 3 Monate
- Exposé-Qualität prüfen (Fotos, Grundriss, Beschreibung)
Maklervertrag: Die versteckten Risiken beim Verkauf von Mietimmobilien
Viele Vermieter unterschreiben einen Maklervertrag, ohne die rechtlichen Konsequenzen zu kennen. Das ist ein häufiger Fehler. Nach § 653 BGB entsteht ein Maklervertrag bereits durch schlüssiges Verhalten – auch ohne schriftliche Vereinbarung. Besonders tückisch: der sogenannte Alleinverkaufsauftrag. Dieser bindet Sie oft für 3-6 Monate an einen einzelnen Makler. In dieser Zeit können Sie nicht selbst verkaufen oder einen anderen Makler beauftragen, ohne Provisionen zu zahlen.
Konkrete Praxis-Tipp: Vereinbaren Sie schriftlich eine Frist von maximal 3 Monaten und lassen Sie sich ausdrücklich das Recht zur Parallelbeauftragung zusichern. So können Sie mehrere Makler gleichzeitig engagieren. Achten Sie auch darauf, dass die Provision erst fällig wird, wenn der Kaufvertrag notariell beurkundet ist – nicht bereits bei Abschluss des Kaufvertrages.
Ein weiteres Risiko: Makler berechneten bis 2020 oft Provisionen von 7,14% (jeweils 3,57%). Seit der Maklergebührenverordnung (MaklermoG) muss der Auftraggeber (in der Regel der Verkäufer) die Provision bezahlen. Nur wenn Käufer und Verkäufer paritätisch zahlen, kann der Makler von beiden jeweils 3,5% verlangen. Fragen Sie Ihren Makler vor Vertragsabschluss schriftlich, wie die Gebührenaufteilung aussieht.
Steuerliche Besonderheiten beim Verkauf von Mietimmobilien
Als Vermieter unterliegen Sie beim Verkauf einer vermieteten Immobilie anderen Regelungen als Privatverkäufer. Der entscheidende Punkt: die sogenannte Spekulationsfrist10 Jahre Haltefrist – nach 10 Jahren ist der Verkaufsgewinn aus Mietimmobilien steuerfrei.Weiterlesen → nach § 23 Abs. 1 Satz 1c EStG. Wenn Sie eine Immobilie weniger als 10 Jahre vermietet haben, entsteht Einkommensteuer auf den Gewinn – und das kann erheblich sein.
Beispiel: Sie kauften eine ETWEigentumswohnung – häufigste Form der Kapitalanlage-Immobilie für Privatanleger.Weiterlesen →, mehr Verwaltungsaufwand.">MehrfamilienhausGebäude mit mehreren Wohneinheiten – bessere Renditen als ETW, mehr Verwaltungsaufwand.Weiterlesen → 2018 für 500.000 Euro, vermieteten es 3 Jahre und verkaufen es 2021 für 650.000 Euro. Der Gewinn von 150.000 Euro ist komplett steuerpflichtig. Mit einem Grenzsteuersatz von 42% (plus Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer) zahlen Sie etwa 63.000 Euro Steuern.
Der Makler muss diese steuerlichen Konsequenzen nicht erklären – das ist Ihre Aufgabe. Deshalb: Konsultieren Sie vor dem Verkauf einen Steuerberater, um die genaue Steuerbelastung zu kalkulieren. Ein guter Makler kennt diese Zusammenhänge und berücksichtigt sie bei der Preisberatung. Das ist ein Qualitätsmerkmal.
Vergessen Sie auch nicht die Gewerbeanmeldung: Wenn Sie mehrere Immobilien in kurzer Zeit verkaufen, könnte das Finanzamt Sie als Immobilienhändler einstufen – mit Konsequenzen für die Einkommensteuer und Umsatzsteuer.
Makler oder Selbstverkauf: Die Kosten-Nutzen-Analyse für Vermieter
Spart der Selbstverkauf (ohne Makler) tatsächlich Geld? Die ehrliche Antwort: nicht immer. Makler erzielen durch professionelle Vermarktung oft 5-10% höhere Verkaufspreise als Privatverkäufer. Bei einem 400.000-Euro-Haus sind das 20.000 bis 40.000 Euro mehr. Die Maklerprovision von etwa 7% (Käufer + Verkäufer) liegt somit bei 28.000 Euro – der Makler hat sich quasi selbst bezahlt.
Allerdings gibt es Ausnahmen: In Metropolregionen mit hoher Nachfrage (München, Berlin, Hamburg) können auch Privatverkäufer gute Preise erzielen