Viele Reisende möchten ihre Haustiere mitnehmen — aber viele Ferienwohnungen sind haustier-frei. Welche Strategie bringt Vermieter weiter?
Zahlen: Wie groß ist der Markt?
- 35 % der deutschen Haushalte haben Haustiere (Stand 2026)
- Suchanfragen für „Ferienwohnung mit Hund" wachsen jährlich um 15–20 %
- Haustier-freundliche Wohnungen erzielen auf AirbnbWeltweit größte Plattform für Kurzzeitvermietung – Superhost-Status bringt mehr Buchungen.Weiterlesen → 10–25 % mehr Buchungen
- Nur 30–40 % der Ferienwohnungen erlauben Haustiere — hohe Nachfrage, geringes Angebot
Argumente für Haustiere erlauben
- Höhere Auslastung, auch in Nebensaison
- Höhere Preise durchsetzbar (Tierpauschale 10–30 €/Nacht)
- Loyalere Gäste (Tierbesitzer sind dankbar und buchen wieder)
- Weniger LeerstandPeriode ohne Mieter – kostet Einnahmen, birgt Risiken, sollte schnell behoben werden.Weiterlesen → durch spezifische Zielgruppe
Argumente gegen Haustiere
- Gerüche (besonders Hunde) können in Polstermöbeln haften
- Kratzer, Haare, Schmutz
- Allergiker als Folge-Gäste könnten Probleme haben
- Schäden an Böden und Möbeln (besonders Welpen)
Praktische Absicherung für Vermieter

- ☑ Tierpauschale erheben (Reinigungsmehraufwand abdecken)
- ☑ Kaution für Tierschäden separat vereinbaren
- ☑ Nachweis Tierhaftpflichtversicherung verlangen (bei Hunden)
- ☑ Regeln festlegen: Haustier nicht auf Möbeln, nicht unbeaufsichtigt gelassen
- ☑ Möbelbezüge aus waschbarem Material wählen
Clevere Strategie: Nur bestimmte Haustiere
Manche Vermieter erlauben nur kleine Hunde bis 10 kg oder max. 1 Tier. Das reduziert Risiken, erschließt aber weiterhin den großen Haustier-Markt. Im Inserat klar kommunizieren.
Fazit
Haustiere erlauben ist für die meisten Ferienwohnungsvermieter ein Rendite-Plus. Richtige Absicherung (Tierpauschale, Kaution, Versicherung) und klare Regeln minimieren das Risiko.
Haustier-freundlich vermieten: Chancen und Risiken

| Pro | Contra |
|---|---|
| 15–25% mehr potenzielle Gäste | Geruchsbelastung durch Fell/Urin möglich |
| Höhere Auslastung in Nebensaison | Höherer Reinigungsaufwand |
| Stammgäste: Haustierbesitzer buchen treu | Schäden an Böden, Möbeln möglich |
| Premiumpreise möglich (+10–20%) | Allergiker-Gäste danach betroffen |
| Differenzierung von Mitbewerbern | Nachbarbeschwerden (Bellen etc.) |
Regeln für haustierfreundliche Ferienwohnungen
- Maximale Tiergröße und -anzahl festlegen (z. B. max. 2 Hunde unter 25 kg)
- Haustier-Zusatzgebühr erheben: 10–25 € / Nacht oder 30–60 € pauschal pro Aufenthalt
- Haustiere nicht auf Polstermöbel und Betten erlauben — klar kommunizieren
- Robuste Böden bevorzugen: Fliesen, Laminat, Vinyl — kein Teppich
- Tierhaar-Staubsauger (HEPA-Filter) in der Wohnung bereitstellen
- Leinenführungsregel: Hunde nur an der Leine im Garten/Außenbereich
Reinigungsprotokoll nach Haustier-Aufenthalten
- Schonwaschgang aller Textilien bei 60°C
- Tierhaar-Aufsatz für Staubsauger verwenden
- Polster mit Dampfreiniger behandeln
- Böden mit Enzymatischem Reiniger (gegen Uringeruch) behandeln
- Stoßlüften: 4 Stunden alle Fenster auf
- Geruchscheck vor nächster Buchung