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Airbnb-Jahresabschluss für Vermieter: Steuer und Überblick

Airbnb sendet am Jahresende eine Aufstellung der Einnahmen — aber für die Steuererklärung braucht es mehr. Was Ferienwohnungsvermieter beim Jahresabschluss beachten.

Welche Einnahmen sind steuerpflichtig?

Alle Mieteinnahmen aus Ferienvermietung sind steuerpflichtig (§ 21 EStG — Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung). AirbnbWeltweit größte Plattform für Kurzzeitvermietung – Superhost-Status bringt mehr Buchungen.Weiterlesen →-Einnahmen werden dem Finanzamt von Airbnb gemeldet (automatischer Datenaustausch ab 2023 in der EU durch DAC7).

Steuerbefreiung: Wann gilt die 520-Euro-Grenze?

Bis 520 € Mieteinnahmen pro Jahr ist die Ferienvermietung steuerfrei — aber nur, wenn das Objekt ausschließlich vermietet wird und keine Werbungskosten abgezogen werden sollen. Für die meisten Vermieter nicht relevant (zu niedrig).

Absetzbare Kosten bei Airbnb-Vermietung

  • AfA (2 % des Gebäudewerts)
  • Reinigungskosten
  • Airbnb-Provisionen und Plattformgebühren
  • Ausstattungsgegenstände (Bettwäsche, Handtücher, Kleingeräte)
  • Reparaturen und Instandhaltung
  • WLAN und Telekommunikation (anteilig)
  • Werbungskosten (Fotos, Inserat)
  • Steuerberatungskosten (anteilig)

Jahresabschluss-Checkliste

  • ☑ Airbnb-Einnahmenaufstellung herunterladen
  • ☑ Alle Ausgaben-Belege sammeln und kategorisieren
  • AfAAbsetzung für Abnutzung: 2% des Gebäudewerts jährlich steuerlich absetzbar – großer Steuervorteil.Weiterlesen → berechnen
  • ☑ Umsatzsteuer prüfen (bei über 22.000 € Jahresumsatz: Umsatzsteuer-Pflicht!)
  • Anlage VSteuerformular für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung – jährlich auszufüllen.Weiterlesen → der Steuererklärung ausfüllen

Umsatzsteuer bei Airbnb: Achtung!

Übersteigen die Einnahmen 22.000 € im Jahr (Kleinunternehmergrenze), muss Umsatzsteuer ausgewiesen und abgeführt werden. Airbnb führt keine Umsatzsteuer für Vermieter ab. Steuerberater konsultieren!

Fazit

Airbnb-Jahresabschluss braucht Disziplin: Belege sammeln, AfA berechnen, Umsatzsteuergrenze im Blick. Ab 22.000 € Umsatz: Steuerberater unverzichtbar. DAC7-Meldung bedeutet: das Finanzamt weiß von den Einnahmen.

Jahresabschluss Ferienwohnung: Was zu tun ist

AufgabeFristHinweis
Airbnb-Jahresübersicht herunterladenJanuarMenü → Einnahmen → Jahresübersicht (CSV)
Einnahmen dokumentieren (brutto/netto)JanuarPlattformgebühr separat ausweisen
Betriebsausgaben zusammenstellenJan–FebBelege sortieren nach Kategorien
AfA-Berechnung aktualisierenFeb–Mar2% p.a. bei AltbauGebäude vor 1950 – charmant, aber oft Renovierungsbedarf und niedrigere Energieeffizienz.Weiterlesen →, Neubauten nach Baujahr
Einkommensteuererklärung (Anlage V)31. JuliMit Steuerberater: oft lohnend

Abzugsfähige Betriebsausgaben: Vollständige Liste

  • Plattformgebühren (Airbnb-ProvisionMaklerprovision bei Vermietung – seit 2015 zahlt derjenige der den Makler beauftragt.Weiterlesen → 3% Host / 14% Gast)
  • Reinigungskosten (professionell oder Eigenaufwand pauschal)
  • Hausratsversicherung / Vermieterrechtsschutz
  • Zinsen auf Finanzierungskredit (anteilig)
  • Abschreibung (AfA) auf Gebäude und Einrichtung
  • Instandhaltung und Reparaturen
  • Betriebskosten (Strom, Wasser, Heizung — anteilig)
  • Werbekosten (professionelle Fotos, Inserat-Promotion)
  • Telefon und Internet (anteilig für Vermietungstätigkeit)
  • Fahrten zur Wohnung (0,30 € / km oder Fahrtenbuch)

Steuerliche Berechnung: Beispiel Jahreseinnahmen 20.000 €

PositionBetrag
Bruttoeinnahmen Airbnb20.000 €
Plattformgebühr (3%)–600 €
Reinigung (100 € × 60 Buchungen)–6.000 €
AfA Gebäude (2% von 200.000 €)–4.000 €
Betriebskosten anteilig–2.400 €
Instandhaltung–1.200 €
Steuerpflichtiger Überschuss5.800 €

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