Was ist die MietvertragRechtlicher Vertrag zwischen Vermieter und Mieter – Form, Inhalt und Klauseln sind entscheidend.Weiterlesen → mit fest vereinbarten Mietsteigerungen – kein Mietspiegel-Gutachten nötig.">StaffelmieteMietvertrag mit fest vereinbarten Mietsteigerungen – kein Mietspiegel-Gutachten nötig.Weiterlesen →?
Bei der Staffelmiete (§ 557a BGB) werden Mieterhöhungen im Voraus als feste Beträge oder Prozentsätze im Mietvertrag vereinbart. Der Mieter weiß von Anfang an, wie hoch die Miete in Zukunft sein wird.
Muster-Klausel Staffelmiete
"Die monatliche KaltmieteGrundmiete ohne Betriebskosten – wird für Mietpreisbremse und Mieterhöhung zugrunde gelegt.Weiterlesen → beträgt ab Mietbeginn 900 € und erhöht sich wie folgt: Ab dem 1. Januar 2026: 950 €, ab dem 1. Januar 2027: 1.000 €, ab dem 1. Januar 2028: 1.050 €."
Staffelmiete: Vor- und Nachteile für Vermieter
| Vorteil | Nachteil |
|---|---|
| Planbare Mieteinnahmen | Keine Reaktion auf Marktentwicklung möglich |
| Kein Mietspiegelstreit | Mietpreisbremse gilt trotzdem bei Erstmiete |
| Mieter akzeptiert Erhöhungen frühzeitig | Inflation kann Erhöhungen übertreffen |
| Wenig Verwaltungsaufwand | Keine zusätzliche Erhöhung nach § 558 möglich |
Rechtliche Anforderungen

- Staffelung muss schriftlich im Mietvertrag vereinbart sein
- Mindestens 1 Jahr zwischen zwei Staffeln
- Die Höhe jeder Stufe muss als konkreter Betrag (nicht nur Prozentsatz) angegeben sein
- Kombination mit IndexmieteMiete gekoppelt an Verbraucherpreisindex – automatische Anpassung an Inflation.Weiterlesen →: nicht erlaubt!
Staffelmiete und Mietpreisbremse
Wichtig: Die VergleichsmieteOrtsübliche Durchschnittsmiete – Basis für Mieterhöhungen und Mietpreisbremse.Weiterlesen → begrenzt.">MietpreisbremseGesetz das Mieterhöhungen bei Neuvermietung auf max. 10% über ortsüblicher Vergleichsmiete begrenzt.Weiterlesen → gilt für die Anfangsmiete. Auch bei Staffelmiete darf die erste Miete nicht mehr als 10 % über dem MietspiegelOffizielle Übersicht der ortsüblichen Mieten – Grundlage für Mieterhöhungen und Mietpreisbremse.Weiterlesen → liegen. Die Staffelerhöhungen selbst unterliegen keiner Bremse.
Staffelmiete: Vorteile gegenüber Vergleichsmiete
| Merkmal | Staffelmiete | Reguläre Miete |
|---|---|---|
| Planbarkeit | Erhöhungen im Voraus festgelegt | Anpassung jederzeit nötig |
| Bürokratieaufwand | Gering — kein Mietspiegel nötig | Hoch — Mietspiegel, Begründung |
| Konfliktvermeidung | Mieter weiß von Anfang an was kommt | Jede Erhöhung potenziell konfliktbehaftet |
| Mietpreisbremse | Gilt für erste Stufe, nicht für Folgestufen | Gilt für jede Erhöhung |
| Kündigung bei Erhöhung | Nicht möglich — kein Sonderkündigungsrecht | Mieter hat Sonderkündigungsrecht |
Rechtliche Anforderungen (§ 557a BGB)
- Staffelmiete muss im Mietvertrag schriftlich vereinbart sein
- Jede Stufe muss als konkreter Betrag (nicht Prozentsatz) angegeben sein
- Zwischen zwei Stufen muss mindestens 1 Jahr liegen
- Kein gesondertes Erhöhungsschreiben erforderlich — Staffel tritt automatisch in Kraft
- Keine zusätzliche MieterhöhungErhöhung der Miete auf ortsübliches Niveau – max. 20% in 3 Jahren, schriftlich mit Begründung.Weiterlesen → nach Vergleichsmiete möglich während Staffellaufzeit
Muster-Klausel im Mietvertrag

"Die Miete beträgt ab dem 01.01.2025: 900 €, ab dem 01.01.2026: 950 €, ab dem 01.01.2027: 1.000 €, ab dem 01.01.2028: 1.050 € monatlich (kalt)."
Staffelmiete bei Mietpreisbremse-Gebieten
- Erste Stufe ist an Mietpreisbremse gebunden (max. 10% über ortsübliche Miete)
- Folgestufen sind von der Mietpreisbremse befreit (BGH-Urteil 2019)
- Ausnahme: Transparenzgebot muss eingehalten sein — Staffeln schriftlich klar ausweisen
Weiterführende Artikel
Praxisbeispiel: Staffelmiete berechnen
Wohnung: 70 m², Kaltmiete 900 €, jährliche Steigerung 50 €:
| Jahr | Kaltmiete | Steigerung |
|---|---|---|
| 2024 (Start) | 900 € | — |
| 2025 | 950 € | +5,6 % |
| 2026 | 1.000 € | +5,3 % |
| 2027 | 1.050 € | +5,0 % |
Gesamteinnahmen über 4 Jahre: 46.800 € Kaltmiete — ohne Mietpreisbremsen-Streit.