„Reinigung selbst machen oder outsourcen?" ist eine der ersten und wichtigsten Entscheidungen als AirbnbWeltweit größte Plattform für Kurzzeitvermietung – Superhost-Status bringt mehr Buchungen.Weiterlesen →-Vermieter. Die Antwort ist nicht für jeden gleich – sie hängt von deiner Buchungsfrequenz, deinem Zeitbudget und der Lage deiner Unterkunft ab.
Selbst reinigen: Wann es sinnvoll ist
- Du hast nur 1 Listing und wenige Buchungen (unter 10/Monat)
- Du wohnst in der Nähe (max. 20 Minuten Anfahrt)
- Du bist sehr zuverlässig und flexibel (Kurzfristige Buchungen erfordern kurzfristige Reinigung)
- Du setzt hohe Qualitätsmaßstäbe und misstraust externen Reinigungskräften
Kosten: Nur Materialkosten (Putzmittel, Wäsche, ca. 5–10 €/Reinigung) + deine Zeit
Profi-Reinigung: Ab wann es sich rechnet
- Du hast mehrere Listings oder hohe Buchungsfrequenz (15+ Nächte/Monat)
- Du arbeitest selbst Vollzeit oder hast eingeschränkte Flexibilität
- Du wohnst weit entfernt von der Unterkunft
- Du willst die Reinigungsgebühr transparent auf Gäste umlegen
Kostenvergleich: Selbst vs. Dienstleister
Beispiel: 45 m² 1-Zimmer-Wohnung, 20 Buchungen pro Monat
- Selbstreinigung: 3 Stunden × 20 Buchungen = 60 Stunden/Monat. Bei angesetztem Stundenwert von 25 € = 1.500 € Opportunitätskosten + 100 € Material = 1.600 €
- Profi-Service: 80 €/Reinigung × 20 = 1.600 €
- Ergebnis: Gleich! Aber der Profi hat Vorteile: Versicherung, Qualitätskonsistenz, keine eigene Zeit
Mittelweg: Reinigungskraft privat beauftragen
Zwischen Selbstreinigung und professionellem Service: Eine eigene Reinigungskraft auf Minijob-Basis oder Honorarbasis:
- Stundenkosten: 12–18 €/Stunde
- Pauschal pro Reinigung: 40–70 € für Standardwohnungen
- Vorteil: Günstiger als Agentur, persönliche Bindung, hohe Verlässlichkeit wenn Verhältnis gut
- Nachteil: Du trägst Verantwortung als privater Auftraggeber (Sozialabgaben bei Regelmäßigkeit)
Reinigungsgebühr korrekt berechnen
Die Reinigungsgebühr auf Airbnb sollte echte Kosten abbilden:
- Reinigungskosten pro Buchung: 60–100 €
- Wäschekosten (anteilig): 10–20 €
- Materialverbrauch: 5–10 €
- Gesamtgebühr: 75–130 € für Standardwohnung fair und marktüblich
Achtung: Zu hohe Reinigungsgebühr macht Kurz-Aufenthalte unattraktiv. Alternativ: Reinigung im Preis inkludieren und Grundpreis leicht erhöhen.
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Die versteckten Kosten der Eigenreinigung: Was Vermieter unterschaetzen
Wer seine Ferienwohnung selbst reinigt, spart auf den ersten Blick Geld. Doch die Rechnung geht selten auf. Ein typisches Beispiel: Bei 15 Buchungen pro Monat benötigst du durchschnittlich 2,5 Stunden pro Reinigung – das sind monatlich 37,5 Stunden Arbeitszeit. Selbst wenn du deine eigene Arbeit mit 15 Euro pro Stunde bewerten würdest (unter dem Mindestlohn!), kostet dich das 562,50 Euro monatlich.
Hinzu kommen oft unterschaetzte Nebenkosten:
- Reinigungsmittel und Verbrauchsmaterial: Durchschnittlich 40-60 Euro monatlich, je nach Groesse der Unterkunft
- Fahrtkosten: Bei 20 Minuten Anfahrt zaehlt auch die Benzin-/Mobilitaetszeit auf
- Verschliss durch intensives Reinigen: Wer selbst putzt, achtet oft weniger auf Moebel und Boeden
- Versicherungsluecken: Unfaelle bei der Reinigung sind oft nicht ueber deine Privathaftpflicht abgedeckt
Professionelle Reinigungsdienste kosten in Deutschland durchschnittlich 80-150 Euro pro Reinigung (je nach Region und Wohnungsgroesse). Das wirkt teurer – ist es aber oft nicht, wenn man die Eigenarbeitszeit korrekt bewertet.
Rechtsrisiken: Was das BGB von dir verlangt
Viele Vermieter wissen nicht, dass die Reinigungsqualitaet rechtliche Konsequenzen hat. Gemaess § 536 BGB (Mangelhaftung bei Mietobjekten) muss eine Ferienwohnung in einem ordentlichen, betriebsbereiten Zustand uebergeben werden. Das bedeutet nicht nur sauberer, sondern auch hygienisch einwandfrei.
Typische Fehler bei Selbstreinigung, die zu Reklamationen und schlechten Bewertungen fuehren:
- Haarreste in Bad und Schlafzimmer (wird immer gemeckert)
- Flecken auf Matratzen, die nicht sichtbar waren
- Ungereinigte Dunstabzugsanlagen und Klimageraete
- Fingerabdruecke an Glasflaechen und Spiegeln
- Staub auf Lampen und Deckenventilator (wird sofort fotografiert)
Bei gravierenden Mangeln kann der Gaest eine Preisminderung fordern oder im schlimmsten Fall eine negative Bewertung hinterlassen. Eine vier-Sterne-Unterkunft, die auf drei Sterne faellt, kostet dich bei 20 Buchungen monatlich leicht 500-800 Euro Einnahmeausfaelle.
Hybrid-Modell: Die praktische Loesung fuer Vermieter
Viele erfolgreiche Airbnb-Hosts in Deutschland fahren einen Hybrid-Ansatz: Standardreinigungen (nach auschecks) delegieren sie, kurzfristige Zusatzauftraeege oder Inspektionen machen sie selbst.
So funktioniert es konkret:
- Professionelle Reinigung nach jedem Gaest (budgetiert: 100-120 Euro)
- Du machst selbst eine kurze Kontrollinspktion (15 Minuten) noch am gleichen Tag
- Bei kurzfristigen Bookings zwischen 17 und 21 Uhr erledigt der Reiniger einen Express-Turnus (50-70 Euro Zusatz)
- Du sparst Zeit, erhaeltst Qualitaetskontrolle und schaffst Puffer fuer Notfaelle
Diese Strategie kostet bei 15 Buchungen etwa 1.500-1.800 Euro monatlich – ist aber so organisi