Virtuelle 360-Grad-Touren ermöglichen es Interessenten, eine Wohnung am Bildschirm vollständig zu erkunden — ohne physische Besichtigung. Für Vermieter bedeutet das: weniger Leerbesichtigungen, mehr qualifizierte Anfragen.
Wie funktionieren 360-Grad-Fotos?
Eine 360-Grad-Kamera (oder mehrere Einzelfotos mit Fisheye-Objektiv, zusammengesetzt) erstellt eine sphärische Aufnahme. Der Nutzer kann sich per Mausklick oder Touchgeste in alle Richtungen schauen. Verknüpfte Räume ergeben eine virtuelle Tour.
Ausrüstung: Selbst oder Profi?
| Option | Kosten | Qualität |
|---|---|---|
| Insta360 / Ricoh Theta (Selbst) | 300–700 € (einmalig) | gut für Wohnungsinserate |
| Matterport-Kamera (Profi) | Miete oder Dienstleister: 200–600 € | sehr hoch (3D-Scan) |
| Beauftragter Fotograf (360°) | 300–800 € pro Wohnung | professionell |
Plattformen: Wo einbetten?

- ImmoScout24: 360°-Touren direkt einbettbar
- Immowelt: Unterstützt virtuelle Touren
- Eigene Website: iFrame-Einbindung (z. B. Matterport, Kuula)
- Airbnb: 360°-Fotos werden besonders hochwertig bewertet
Datenschutz bei 360-Grad-Fotos
Persönliche Gegenstände des aktuellen Mieters dürfen nicht ohne Zustimmung veröffentlicht werden. Wohnung vorher ausräumen lassen oder digitale Unkenntlichmachung beauftragen. Mieter muss der Fotoerstellung zustimmen (insbesondere im bewohnten Zustand).
Lohnt es sich?

Studien zeigen: Inserate mit 360°-Tour erhalten 40–87 % mehr Klicks als ohne. Weniger Leerbesichtigungen bedeuten weniger Zeitaufwand für den Vermieter. Bei 1–2 gesparten Besichtigungsterminen hat sich der Aufwand bereits gerechnet.
Fazit
360-Grad-Fotos sind sinnvoll für Wohnungen ab 3 Zimmern und Ferienwohnungen. Für Einsteiger: günstige 360-Kamera kaufen und selbst ausprobieren. Für Premium-Objekte: Matterport-Profi beauftragen.
Welche Ausstattung brauche ich für 360-Grad-Fotos?
Für professionelle 360-Grad-Aufnahmen benötigen Sie nicht zwingend teure Spezialkameras. Der Markt bietet mittlerweile verschiedene Einstiegslösungen:
- Vollautomatische 360-Kameras (ab 300–800 Euro): Geräte wie Insta360, Ricoh Theta oder Gopro Max erstellen mit Knopfdruck sphärische Aufnahmen. Ideal für Vermieter ohne fotografische Vorkenntnisse.
- Smartphone-Lösung: Mit Apps wie Google Street View auf einem aktuellen iPhone oder Android-Gerät lassen sich ebenfalls brauchbare Panoramen erstellen – kostengünstig, aber weniger detailreich.
- Professionelle Fotografie: Lokale Fotografen bieten 360-Touren für 200–500 Euro pro Wohnung an. Der Aufwand lohnt sich besonders bei Premium-Objekten ab 1.500 Euro Miete.
Ein kritischer Punkt: Gute Lichtverhältnisse sind essentiell. Fotografieren Sie tagsüber mit offenen Jalousien, um natürliche Helligkeit zu nutzen. Künstliches Licht erzeugt oft unerwünschte Reflexionen in den Aufnahmen.
360-Grad-Touren und Datenschutz: Das müssen Vermieter beachten
Während virtuelle Besichtigungen praktisch sind, existieren datenschutzrechtliche Grenzen. Nach DSGVO und TMG dürfen Sie keine erkennbaren Personen oder sensible Nachbardaten in den Fotos veröffentlichen – auch nicht versehentlich.
Häufige Fehler in der Praxis:
- Nachbarwohnungstüren mit Namensschildern sind in der Tour sichtbar
- Familienfoto an der Wand des Vormisters wurde nicht entfernt
- Aus dem Fenster ist die Fassade mit erkennbaren Apartment-Nummern zu sehen
Ihre Pflicht: Die Wohnung vor der Aufnahme gründlich „neutralisieren". Entfernen oder überlagern Sie personenbezogene Elemente. Einige professionelle Anbieter bieten digitales Retuschieren an – kostet etwa 50–100 Euro extra, schützt Sie aber vor Abmahnungen.
Rechtlich relevant ist auch der MietvertragRechtlicher Vertrag zwischen Vermieter und Mieter – Form, Inhalt und Klauseln sind entscheidend.Weiterlesen →: Nach § 556 BGB (Maklergebühren-Regel) gelten virtuelle Touren als standardisierte Besichtigungsform. Das bedeutet: Sie können diese Kosten nicht zusätzlich auf den Mieter umlegen.
Conversion-Rate erhöhen: So nutzen Sie 360-Grad-Fotos richtig
Bloß die Tour einzubauen reicht nicht. Vermieter, die ihre Angebote optimieren, erhalten 30–50 % mehr qualifizierte Anfragen – belegt durch Immobilienportale wie Immobilienscout24.
Praktische Tipps für bessere Ergebnisse:
- Startraum wählen: Beginnen Sie die Tour im Wohnzimmer oder in der Küche – nicht im dunklen Flur. Das erste Bild entscheidet, ob Nutzer weiterscrollen.
- Logische Raumabfolge: Verknüpfen Sie Räume so, dass die Navigation intuitiv wirkt. Schlafzimmer sollten vom Flur aus erreichbar sein, nicht vom Badezimmer.
- Zoom-Punkte setzen: Moderne Plattformen ermöglichen „Hotspots" – interaktive Markierungen, die auf Details hinweisen (z. B. „Fliesen aus Italien, neu verlegt").
- Textbeschreibung kombinieren: Ergänzen Sie die Tour um prägnante Stichpunkte: „Eichenparkett, Fuß
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